Devisen: Euro stabilisiert sich zu USD und CHF - GBP zeitweise unter 1,28 USD

FRANKFURT (awp international) - Die anhaltend schlechte Stimmung an den internationalen Börsen macht sich auch am Devisenmarkt bemerkbar. Am Mittwoch standen erneut zahlreiche Währungen zur Weltreservewährung US-Dollar unter Druck. Der japanische Yen legte zur amerikanischen Währung dagegen zu, weil er als sichere Anlagealternative in ungewissen Zeiten gilt.
06.07.2016 13:45

Der Euro fiel zur Wochenmitte zunächst bis auf 1,1036 USD zurück, kann sich aber am Mittag bei 1,1055 USD stabilisieren. Ein ähnliches Bild zeigte sich beim britischen Pfund: Zunächst fiel es infolge zunehmender Brexit-Ängste mit 1,2798 USD auf einen neuen 31-jährigen Tiefstand. Gegen Mittag kostete es 1,2990 USD und damit nicht viel weniger als am Vorabend.

Zum Franken kann sich der Euro von seinem Tief bei 1,0794 im asiatischen handel bis zuletzt auf 1,0825 CHF erholen. Dass sich das Währungspaar zuletzt vergleichsweise stabil bewegt habe, begründen die Experten der UBS in einer aktuellen Studie mit den Interventionen der SNB, die eine stärkere Aufwertung des Franken damit unterbinde. Auch das Pfund kann sich im Tagesverlauf gegenüber dem Franken etwas erholen, notiert mit seinen aktuellen 1,2690 CHF aber nach wie vor so tief wie zuletzt 2011. Ein US-Dollar kostet am Mittag 0,9791 CHF und setzt damit seine leichte Erholung fort.

Die Auswirkungen des geplanten Ausscheidens Grossbritanniens aus der Europäischen Union bleiben das beherrschende Thema an den Finanzmärkten. Viele Fachleute vermuten, dass die britische Wirtschaft unmittelbar am stärksten betroffen sein dürfte. Deshalb steht das Pfund am Devisenmarkt auch am stärksten unter Druck. Aber auch für den Euroraum werden negative Auswirkungen auf die Wirtschaft erwartet, was die Kursverluste des Euro erklärt.

Der japanische Yen profitierte dagegen erneut von seinem Status als sicherer Anlagehafen und legte zu. Weil der Yen-Wechselkurs steigt, gibt der Dollar-Yen-Kurs nach. Am Mittwoch kostete ein Dollar nur noch wenig mehr als 100 Yen. Andere asiatische Währungen wie der koreanische Won gaben dagegen zum Dollar nach. Gleiches galt für die Devisen vieler Schwellenländer wie Südafrika.

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(AWP)