Devisen: Euro steigt auf 1,13 Dollar - Zum Franken wieder deutlicher unter 1,09

FRANKFURT (awp international) - Der Euro hat am Dienstag deutlich zugelegt. Gegen Mittag stieg die Gemeinschaftswährung auf ihr Tageshoch von 1,13 US-Dollar. Sie kostete damit einen Cent mehr als im frühen Handel, zuletzt wurden noch 1,1293 USD bezahlt. Ausschlaggebend war eine breit angelegte Schwäche der amerikanischen Währung.
16.08.2016 13:49

Zum Franken gab der Euro derweil etwas nach und fiel auf 1,0851 nach 1,0877 CHF am Morgen zurück. Im Bereich von 1,0855/60 sehen die Technik-Experten der ZKB eine wichtige Basis - ein Unterschreiten sollte zu raschen Kursverlusten des Euro in Richtung 1,0790/1,0800 führen.

Der US-Dollar stand nicht nur zum Euro, sondern auch zu vielen anderen Währungen erheblich unter Druck. Besonders stark profitierte der japanische Yen, der erstmals seit dem Brexit-Votum die Marke von 100 Yen je Dollar durchbrach. Auch der Schweizer Franken legte zur US-Währung deutlich zu. Am frühen Nachmittag wurde für einen Dollar nur noch 0,9609 CHF bezahlt nach 0,9697 CHF im frühen Handel. Osteuropäische Währungen wie der polnische Zloty oder die tschechische Krone erhielten ebenfalls Rückenwind.

Händler begründeten die Dollar-Schwäche mit rückläufigen Zinserwartungen an die amerikanische Notenbank Fed. Zuletzt waren Konjunkturdaten aus den USA eher durchwachsen ausgefallen. Erwartungen, dass das Fed ihre Ende 2015 begonnene Zinsstraffung bald fortsetzt, wurden dadurch gedämpft. Neuen Inflationszahlen, die am Nachmittag veröffentlicht werden, kommt deshalb eine hohe Bedeutung zu. Die verhaltene Teuerung gilt als ein wichtiger Grund, warum die US-Notenbank mit einer zweiten Zinsanhebung nach der Finanzkrise zögert.

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(AWP)