Devisen: Euro steigt auf höchsten Stand seit Januar 2015 - Franken unter Druck

Der Euro hat am Donnerstag seinen jüngsten Höhenflug fortgesetzt und ist auf den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren geklettert. Am frühen Morgen stieg die Gemeinschaftswährung zeitweise bis auf 1,1777 USD. Am Mittag lag der Kurs bei 1,1708 USD.
27.07.2017 13:56

Jüngster Preistreiber beim Euro sind geldpolitische Entscheidungen der US-Notenbank Fed vom Vorabend. Die amerikanischen Währungshüter hatten auf ihrem Weg einer strafferen Geldpolitik vorerst eine Pause eingelegt und den Leitzins nicht weiter angehoben. Ausserdem gab die Fed in ihrer Stellungnahme keine konkreten Hinweise zum genauen zeitlichen Ablauf künftiger Straffungen.

Auch gegenüber dem Schweizer Franken legte der Euro im Verlauf des Morgens erneut deutlich zu. Die Gemeinschaftswährung gewann mehr als einen halben Rappen und kletterte zwischenzeitlich bis auf 1,1248 CHF. Dies entspricht dem höchsten Stand seit der Aufhebung des Mindestkurses der SNB von 1,20 CHF im Januar 2015. Zuletzt notierte das Währungspaar bei 1,1235. Schon seit Anfang Juli gibt der Franken wegen der Euro-Stärke fast kontinuierlich nach. Zuletzt hatten Aussagen von SNB-Chef Thomas Jordan für weiteren Druck gesorgt. Der Währungshüter bezeichnete den Franken als nach wie vor überbewertet.

Der Franken steht aber auch zum US-Dollar unter Druck. Zuletzt stand der Kurs bei 0,9596 CHF nach 0,9512 am Morgen.

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(AWP)