Devisen: Euro steigt auf neues Jahreshoch - USD/CHF auf fast 10-Mte-Tief

Enttäuschende Arbeitsmarktdaten aus den USA haben den Euro am Freitag auf ein neues Jahreshoch steigen lassen. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung bis zu 1,1282 US-Dollar. Das war der höchste Stand seit November 2016. Zuletzt lag der Eurokurs bei 1,1272 Dollar.
02.06.2017 17:01

Der US-Dollar schwächte sich nach dem Mittag auch gegenüber dem Franken deutlich ab. Er verlor mehr als einen halben Rappen und fiel klar unter die Marke von 0,97 CHF. Am späten Nachmittag kostet der Dollar 0,9648 CHF und damit so wenig wie nie mehr seit dem letzten August bzw. seit fast 10 Monaten. Der Euro gab zum Franken ebenfalls etwas nach. Die Gemeinschaftswährung geht am Freitag-Nachmittag bei 1,0876 CHF um.

Nach einem überwiegend ruhigen Handel erhielt der Euro am Nachmittag einen deutlichen Schub. Auslöser waren schwache Zahlen vom amerikanischen Jobmarkt. Der monatliche Arbeitsmarktbericht der Regierung ergab für Mai einen Stellenaufbau, der deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb. Die Arbeitslosenquote fiel zwar auf ein 16-Jahrestief. Allerdings nur, weil sich viele Arbeitslose nicht mehr um einen Job bemühten. Zudem setzten die Löhne ihren bestenfalls moderaten Anstieg fort.

Analysten stellten sich vornehmlich die Frage, welche Auswirkungen die Daten auf die Geldpolitik der US-Notenbank Fed haben könnten. Viele Beobachter werteten die Zahlen zwar als Enttäuschung, sahen aber keine unmittelbaren Folgen für den kurzfristigen Kurs der Fed. Von ihr wird erwartet, dass sie ihre geldpolitische Wende Mitte Juni mit einer weiteren Zinsanhebung fortsetzt. Es wäre die zweite Anhebung in diesem Jahr und erst der vierte Schritt seit dem Start der Zinswende Ende 2015.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87268 (0,87230) GBP und 125,02 (124,53) JPY fest.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1274,95 (1264,85) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 36 500,00 Euro (36 360,00) Euro.

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(AWP)