Devisen: Euro steigt gegenüber US-Dollar und Franken weiter

Der Euro bleibt an den internationalen Finanzmärkten gefragt. Am Mittwoch markierte die Gemeinschaftswährung gegenüber dem US-Dollar einen neuen zweieinhalbjährigen Höchststand. Am Vormittag stieg der Euro bis auf 1,1868 US-Dollar, bevor er auf aktuell 1,1831 US-Dollar leicht zurückfiel. Mehr wert war der Euro zuletzt Anfang 2015.
02.08.2017 13:37

Auch zum Franken setzt er seinen Aufwärtstrend fort und ist gegen Mittag mit dem bisherigen Tageshoch bei 1,1495 CHF nur knapp unter 1,15 geblieben. Aktuell steht das Währungspaar bei 1,1460 CHF. Analysten führen die Schwäche des Franken zum einen auf den zu vielen Währungen stärkeren Euro zurück. Der US-Dollar hat zum Franken seit dem Morgen ebenfalls etwas hinzugewonnen auf 0,9687 CHF.

Der Euro profitiert zum einen von einer Schwäche des US-Dollar, zum anderen aber auch von der wirtschaftlichen Erholung und geringeren politischen Risiken im Euroraum. Die amerikanische Währung wird gegenwärtig vor allem durch das Chaos der US-Regierung belastet. Hinzu kommen Konjunkturdaten, die nicht immer überzeugen können. Im Euroraum dagegen gewinnt die wirtschaftliche Erholung an Breite, was die EZB über eine weniger lockere Ausgestaltung ihrer Geldpolitik nachdenken lässt.

Auf einen historischen Tiefstand zum Euro fiel am Mittwoch die türkische Lira. Der Euro-Lira-Kurs stieg im Gegenzug bis auf 4,1940 Lira. Damit wurde der jüngste Höchststand von Anfang 2017 übertroffen. Analysten führen die Entwicklung zum einen auf den starken Euro zurück, zum anderen auf die wirtschaftlichen Risiken infolge der politischen Spannungen zwischen Deutschland und der Türkei. Hinzu kommt eine hohe Inflation, die deutlich über den Leitzinsen der türkischen Notenbank liegt, was Anlagen in der Türkei wenig attraktiv erscheinen lässt.

Im Nachmittagshandel dürften Anleger vor allem Daten vom amerikanischen Arbeitsmarkt in den Blick nehmen. Veröffentlicht werden die monatlichen Daten des Dienstleisters ADP. Sie gelten als Richtschnur für den am Freitag anstehenden Arbeitsmarktbericht der Regierung.

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(AWP)