Devisen: Euro steigt leicht - Pfund legt zu

Der Euro ist am Mittwoch leicht gestiegen. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1085 US-Dollar und damit etwas mehr als am Morgen. Zeitweise war der Euro auf einen einmonatigen Höchststand gestiegen, die Gewinne konnten aber nicht ganz gehalten werden.
04.12.2019 17:14

Gegenüber dem Franken zog die Einheitswährung im Verlauf an auf 1,0959 von 1,0937 Franken am Morgen. Der Dollar kostete mit 0,9884 ebenfalls etwas mehr. Kräftig zulegen konnte dagegen das Pfund, das aktuell zu 1,2954 gehandelt wird nach 1,2832 Franken noch am Morgen.

Auftrieb erhielt der Euro durch schwache Konjunkturdaten aus den USA. Der Dienstleister ADP meldete den schwächsten Anstieg der Beschäftigung im Privatsektor seit einem halben Jahr. Die Zahlen sind kein gutes Omen für den am Freitag anstehenden monatlichen Arbeitsmarktbericht der Regierung. Bislang zeigt sich der amerikanische Jobmarkt aussergewöhnlich robust.

Nachrichten zum Handelsstreit zwischen den USA und China wirkten sich am Devisenmarkt wenig aus, sorgten aber an den Börsen für steigende Kurse. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte mit Bezug auf unterrichtete Kreise gemeldet, dass sich China und die USA trotz politischer Spannungen in ihren Handelsgesprächen annäherten. Der Disput zwischen den beiden Wirtschaftsgiganten bewegt die Märkte sei langer Zeit.

Deutliche Gewinne verbuchte das britische Pfund. Zum Dollar stieg es auf den höchsten Stand seit Mai dieses Jahres, gegenüber dem Euro wurde der höchste Kurs seit Mai 2017 erreicht. Am Markt wurde auf Umfragen verwiesen, die einen klaren Sieg der Konservativen in der anstehenden Parlamentswahl prognostizieren. Ein Sieg der Tories wäre der heimischen Wirtschaft grundsätzlich lieber als ein Sieg der Labour-Partei. Ein wesentlicher Grund liegt in dem wirtschaftspolitisch stark linksorientierten Wahlprogramm von Labour, das unter anderem Verstaatlichungen vorsieht.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84610 (0,85200) britische Pfund und 120,45 (120,39) japanische Yen fest. Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1472 Dollar gehandelt. Das waren etwa fünf Dollar weniger als am Vortag./bgf/jsl/fba/kw

(AWP)

 

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