Devisen: Euro steigt nach schwachen US-Daten - Dollar auch zum Franken schwächer

Der Kurs des Euro hat am Mittwoch von schwachen Signalen aus der US-Wirtschaft profitiert und ist auf den höchsten Stand seit knapp einer Woche gestiegen. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung bis zu 1,1242 US-Dollar. Zuletzt lag der Kurs darunter.
31.05.2017 17:02

Auch gegenüber dem Franken schwächte sich der US-Dollar am Mittwoch merklich ab. Er verlor über einen halben Rappen und fiel im Verlauf des Nachmittages kurzfristig unter die Marke von 0,97 CHF. Am späten Nachmittag geht der Dollar bei 0,9702 CHF um. Der Euro hielt sich dagegen zum Franken stabil. Die Gemeinschaftswährung kostet am späten Mittwoch-Nachmittag 1,0891 CHF.

Enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA schwächten den Dollar und gaben dem Eurokurs im Gegenzug Auftrieb. In der Region Chicago hatte sich das Geschäftsklima im Mai deutlicher verschlechtert als erwartet. Zudem hatte es in den gesamten USA bei der Zahl der noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe überraschend einen Dämpfer gegeben. Am Abend wird noch die US-Notenbank Fed ihren Konjunkturbericht ("Beige Book") veröffentlichen.

Schwächer als erwartet ausgefallene Inflationsdaten aus dem Währungsraum konnten dem Eurokurs nichts anhaben. Im Mai war die Inflation deutlicher zurückgefallen, als Analysten im Vorfeld geschätzt hatten. Eine rasche geldpolitische Wende der EZB wird damit noch unwahrscheinlicher, obwohl die Wirtschaftsentwicklung seit längerem überzeugen kann.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87365 (0,86793) britische Pfund, 124,40 (123,97) japanische Yen und 1,0896 (1,0903) Schweizer Franken fest.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1266,20 (1262,70) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 36 341,00 Euro (36 433,00) Euro.

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(AWP)