Devisen: Euro steigt in Richtung 1,11 US-Dollar - Leichter zum Franken

FRANKFURT (awp international) - Der Euro hat am Mittwoch in einem freundlichen Marktumfeld zugelegt. Gegen Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1081 US-Dollar und damit etwas mehr als am Morgen. Das britische Pfund konnte am Tag des Premierwechsels seine seit Wochenbeginn erzielten Gewinne halten. Zum Franken tentierte der Euro gegen Mittag wieder schwächer und kostete, 1,0913 CHF verglichen mit 1,0932 CHF am Morgen. Ein US-Dollar wird zeitgleich zu 0,9849 CHF gehandelt und kostet damit weniger als im frühen Geschäft mit 0,9880 CHF.
13.07.2016 13:29

Marktteilnehmer begründeten die Euro-Gewinne vor allem mit der überwiegend guten Stimmung an den internationalen Aktienmärkten. In diesem Umfeld konnte der Euro zulegen, nachdem er zuletzt durch den geplanten EU-Abschied Grossbritanniens belastet worden war. Mit der gestiegenen Risikofreude an den Finanzmärkten werde der "sichere Hafen Schweizer Franken" wieder verlassen, kommentiert die LUKB.

Das britische Pfund hat seit Wochenbeginn zugelegt, nachdem die Nachfolge von Premier David Cameron mit dem Rückzug von Staatssekretärin Andrea Leadsom gesichert war. An diesem Mittwoch soll Innenministerin Theresa May das Amt Camerons übernehmen.

Der noch ungewisse Weg zum Brexit, das erwartete schwächere Wirtschaftswachstum in Kombination mit einer steigenden Inflation und wahrscheinlich eine weitere Lockerung der Geldpolitik durch die Bank of England dürften schwierige Fundamentalfaktoren bleiben, warnt die Credit Suisse in einem Kommentar. Deshalb erwartet die Bank, dass der Druck auf das Pfund gegenüber dem US-Dollar und dem Euro wieder zunehmen wird.

Konjunkturdaten spielten im Vormittagshandel keine grosse Rolle. Am Nachmittag stehen in den USA Zahlen zur Einfuhrpreisentwicklung an, bevor die US-Notenbank am Abend ihren Konjunkturbericht veröffentlicht. Davor werden sich zwei regionale Zentralbanker zu Wort melden.

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(AWP)