Devisen: Euro steigt in Richtung 1,12 Dollar - kaum verändert zum Franken

FRANKFURT (awp international) - Der Euro hat am Mittwoch bisher zum US-Dollar weiter zugelegt. Am frühen Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1185 nach 1,1151 USD am Morgen. Zum Schweizer Franken hat sich der Euro wenig bewegt und notiert auf 1,0915 nach 1,0921 CHF am Morgen. Der Dollar geht derweil für 0,9759 nach 0,9796 CHF um.
10.08.2016 14:00

Auslöser der Euro-Gewinne war ein auf breiter Front fallender US-Dollar. Am Markt wurde dies vor allem mit wieder rückläufigen Zinserwartungen an die amerikanische Notenbank Fed begründet. Nachdem die US-Zinserwartungen zuletzt etwas gestiegen waren, sorgten jüngst schwache Daten zur Produktivität amerikanischer Unternehmen für eine Gegenbewegung. Die US-Notenbank lehnt ihren geldpolitischen Kurs stark an die konjunkturelle Entwicklung an.

Die deutlichsten Kursgewinne zum US-Dollar verbuchte mit 1,3% die norwegische Krone. Grund waren neue Inflationsdaten, wonach die Teuerung im Juli auf 4,4% anstieg. Das lag deutlich über den Markterwartungen und war die höchste Rate seit Ende 2008.

Das Inflationsziel der Notenbank wird ohnehin seit längerem übertroffen. Weitere Zinssenkungen, die die Notenbank zur Konjunkturstützung bereits in Aussicht gestellt hat, werden damit unwahrscheinlicher. Das stützt die Krone.

Mit Blick auf das Währungspaar EUR/CHF stellt die Helaba trotz derzeit wenig Bewegung eine Abschwächung des Euro in Aussicht. Steigende Devisenreserven der Schweizer Nationalbank (SNB) signalisierten zwar eine Intervention, um den Franken abzuschwächen. Die unsichere politische Situation in der EU dürfte den Franken angesichts der soliden Schweizer Konjunkturdaten jedoch begünstigen. Daher hält die Helaba trotz SNB-Interventionen einen Fall des Euro bis auf 1,05 CHF und sogar darunter für möglich.

bgf/jkr/zb/jl

(AWP)