Devisen: Euro steigt in Richtung 1,18 Dollar - Wenig bewegt zum Franken

Der Euro hat am Donnerstag an seine Gewinne gegenüber dem US-Dollar vom Vortag angeknüpft. Am Morgen stieg die Gemeinschaftswährung bis auf 1,1790 US-Dollar und kostete damit etwas mehr als am späten Mittwochabend. Aktuell notiert der Euro mit 1,1773 Dollar aber wieder etwas darunter. Zum Franken zeigt sich die Gemeinschaftswährung dagegen bei zuletzt 1,1366 CHF nahezu unverändert.
17.08.2017 08:33

Der Dollar steht dagegen auf breiter Front unter Druck. Zum Franken hat er seit Dienstagnachmittag einen rappen abgegeben und geht aktuell zu 0,9655 CHF um.

Belastet wird der amerikanische Dollar gleich von zwei Seiten. Für Druck sorgte einerseits, dass Donald Trump nach dem Rückzug mehrerer Unternehmenschefs zwei Beratergremien auflöste. Die Hoffnung auf eine wirtschaftsfreundliche Politik sei damit ein Stück weit dahin, kommentierten die Devisenexperten von der Commerzbank. Trump werde zunehmend zum Belastungsfaktor für den Dollar.

Darüber hinaus kam Belastung von Seiten der US-Geldpolitik. Wie das am Mittwochabend veröffentlichte Sitzungsprotokoll der amerikanischen Notenbank Fed zeigte, gibt es unter den Zentralbankern eine grosse Debatte über die ungewöhnlich schwache Inflation. Einige Notenbanker ziehen demnach sogar altbewährte Prognosemethoden der Fed in Zweifel. Die verhaltene Teuerung gilt als Hauptgrund für den sehr moderaten Zinsanhebungskurs der Fed.

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(AWP)