Devisen: Euro steigt in Richtung 1,25 US-Dollar - Stabil über 1,15 Franken

Der Euro profitiert immer deutlicher von einer allgemeinen Dollar-Schwäche. Am Donnerstag kostet die Gemeinschaftswährung im frühen Handel bis zu 1,2473 US-Dollar und damit noch etwas mehr als am späten Vorabend. Mit aktuell 1,2464 Dollar steht sie wieder knapp tiefer. Auch zum Franken setzt die US-Währung ihre Abwärtsbewegung weiter fort. Mittlerweile notiert der Dollar bei 0,9273 CHF und damit nochmals tiefer als am Vorabend. Das EUR/CHF-Währungspaar hält sich dagegen stabil in dem Korridor zwischen 1,15 und 1,16 mit zuletzt 1,1559 CHF.
15.02.2018 08:04

Zur Wochenmitte hatte der Euro im Tagesverlauf gegenüber dem Dollar etwa einen Cent zugelegt, seit Wochenbeginn sind es etwa zwei Cent. Ausschlaggebend ist eine auf breiter Front zu verzeichnende Schwäche des amerikanischen Dollar. Fachleute tun sich nicht ganz leicht, die Entwicklung zu erklären. Zum Teil verweisen sie auf eine Gegenbewegung zu den deutlichen Dollar-Gewinnen in der vergangenen Woche. Am Mittwoch kamen enttäuschende Zahlen aus dem Einzelhandel hinzu, der als richtungsweisend für den Privatkonsum gilt.

Noch deutlicher als der Euro steigt derzeit der japanische Yen. Aktuell liegt er gegenüber dem Dollar auf dem höchsten Stand seit etwa 15 Monaten. Bislang zeigt sich die japanische Regierung noch nicht alarmiert, obwohl der starke Yen den für Japan so wichtigen Aussenhandel belastet. Finanzminister Taro Aso sagte am Donnerstag, die Yen-Stärke erfordere derzeit keine Intervention.

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(AWP)