Devisen: Euro steigt trotz schwachem Ifo-Index - Dollar unter Parität zum CHF

Der Euro ist am Mittwoch trotz eines überraschend schwachen Ifo-Geschäftsklimas gestiegen. Gegen Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,0754 US-Dollar und damit etwas mehr als am Morgen.
25.01.2017 14:01

Zum Franken schwächte sich der Euro dagegen leicht ab. Die Gemeinschaftswährung kostet am Mittwoch-Mittag 1,0732 CHF. Für den weiteren Tagesverlauf erwarten die Devisenexperten der ZKB eine Seitwärtsbewegung. Der US-Dollar verlor am Morgen gegenüber dem Franken beinahe einen halben Rappen. Er wird am Mittwoch-Mittag bei 0,9979 CHF gehandelt und ist damit wieder unter die Marke von 1,00 CHF gefallen.

Am Markt wurden die Gewinne des Euro vor allem mit dem auf breiter Front schwächeren US-Dollar erklärt. Konjunkturzahlen aus Deutschland hätten dagegen eher für einen schwächeren Euro gesprochen. Das Ifo-Geschäftsklima trübte sich im Januar entgegen den Erwartungen von Experten deutlich ein. Analysten begründeten dies vor allem mit der Furcht vor negativen Folgen einer künftig restriktiveren Handelspolitik der USA, wie sie der neue Präsident Donald Trump propagiert. Die USA sind einer der wichtigsten Handelspartner Deutschlands.

Noch deutlicher unter Druck als der amerikanische Dollar stand die türkische Lira. Am Dienstag hatte die Zentralbank der Türkei ihren wichtigsten Leitzins entgegen den Markterwartungen nicht angehoben. Notenbankexperten verweisen seit längerem auf die Notwendigkeit starker Zinsanhebungen, um den Sinkflug der Lira zu stoppen. Die politische Führung, insbesondere Staatspräsident Erdogan, spricht sich aber klar gegen eine straffere Geldpolitik aus, weil sie das Wirtschaftswachstum belasten würde.

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(AWP)