Devisen: Euro steigt über 1,07 US-Dollar - USD/CHF kurz unter Parität

Der Euro ist am Dienstag über 1,07 US-Dollar auf den höchsten Stand seit Beginn des Jahres geklettert. Am Mittag wird die Gemeinschaftswährung mit 1,0717 Dollar gut einen Cent höher gehandelt als in der Nacht.
17.01.2017 12:52

Gleichzeitig verliert der US-Dollar auch zum Franken klar an Boden und ist am Mittag erstmals seit Mitte November wieder unter die Parität gerutscht. Aktuell oszilliert er bei einem Stand von 1,0001 CHF genau um diese Schwelle. Dagegen bewegt sich das EUR/CHF-Währungspaar weiter in der stabilen Seitwärtslage.

Gestützt wird der Euro nicht zuletzt durch verbesserte Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten. Der entsprechende Indikator des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) stieg im Januar auf den höchsten Stand seit vergangenem Juni, wenn auch der Zuwachs weniger stark als erwartet ausfiel. "Die leichte Zunahme der ZEW-Konjunkturerwartungen beruht vor allem auf einer Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der europäischen Volkswirtschaften", kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach.

Ansonsten ist das dominierende Thema am Devisenmarkt die seit 12.45 Uhr laufende Brexit-Grundsatzrede der britischen Premierministerin Theresa May. Das zum Wochenbeginn schwer geschwächte britische Pfund hat sich zuletzt wieder berappelt und ist in etwa auf sein Ausgangsniveau vom Ende vergangener Woche zurückgekehrt.

Zwischenzeitlich hatte die Währung diese Woche über 1,5% an Wert verloren. Zuvor hatten Medien berichtet, die Regierung in London strebe beim Austritt aus der Europäischen Union einen "harten Brexit" an, der auch mit einem Austritt aus dem EU-Binnenmarkt verbunden sei.

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(AWP)