Devisen: Euro steigt über 1,11 US-Dollar - Weiter seitwärts zum Franken

FRANKFURT (awp international) - Der Euro hat am Freitag nach robusten Signalen aus der Eurozone anfängliche Verluste gegenüber dem US-Dollar ausgeglichen und ist wieder über 1,11 US-Dollar gestiegen. Am frühen Nachmittag stieg die Gemeinschaftswährung auf ihr Tageshoch von 1,1128 Dollar, nachdem sie zwischenzeitlich bis auf 1,1072 Dollar gefallen war. Aktuell geht der Euro zu 1,1118 US-Dollar um.
01.07.2016 13:54

Zum Franken notiert der Euro am Freitagmittag mit 1,0833 CHF wieder in etwa auf dem Niveau vom frühen Morgen. Kurzzeitig war er am Morgen bis auf 1,0819 CHF gefallen. Die Experten von Morgan Stanley zeigen sich in einem aktuellen Kommentar überzeugt, dass der Franken auch weiterhin gestützt bleibe. Gründe dafür sei nicht zuletzt die Unsicherheit, die der Brexit verursacht habe und die vorerst bleiben sollte. Gleichzeitig betonen die Experten, dass die SNB auch weiterhin gezielt intervenieren dürfte.

Positive Konjunkturdaten aus der Eurozone gaben der Gemeinschaftswährung an diesem Freitag Auftrieb. Die Stimmung in den Industrieunternehmen hat sich im Juni stärker aufgehellt als erwartet. Der entsprechende Einkaufsmanagerindex des Forschungsinstituts Markit stieg zum Vormonat um 1,3 Punkte auf 52,8 Punkte. Allerdings schlägt sich in diesen Zahlen aufgrund des Befragungszeitraums das Brexit-Votum noch kaum nieder. Die Arbeitslosigkeit in der Eurozone fiel unterdessen im Mai auf 10,1 Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit Juli 2011.

Der chinesische Yuan gibt dagegen immer weiter nach. Am Freitag fiel er erneut auf seinen schwächsten Wert seit Dezember 2010. Ein US-Dollar kostete am Vormittag in der Spitze 6,6613 Yuan. Nach Daten vom Freitag hat sich die Stimmung in der chinesischen Wirtschaft spürbar verschlechtert. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) des Wirtschaftsmagazins "Caixin" für das herstellende Gewerbe fiel im Juni so stark wie seit vier Monaten nicht mehr.

Im weiteren Tagesverlauf könnten Daten zur Stimmung der Einkaufsmanager in den USA für Bewegung am Devisenmarkt sorgen. Ansonsten dürfte die allgemeine Marktstimmung, die stark durch Nachrichten rund um den Brexit geprägt wird, weiterhin grossen Einfluss auf den Devisenhandel haben.

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(AWP)