Devisen: Euro steigt wieder über 1,18 US-Dollar - EUR/CHF ganz kurz über 1,15

Der Euro hat sich am Montag etwas von den deutlichen Verlusten vom Freitag erholt. Im Vormittagshandel stieg die Gemeinschaftswährung bis auf 1,1814 US-Dollar, gegen Mittag lag der Kurs mit 1,1801 nur wenig tiefer. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagnachmittag auf 1,1868 Dollar festgesetzt.
07.08.2017 13:33

Auch zum Franken legte der Euro wieder etwas zu. Das Währungspaar EUR/CHF notierte am frühen Nachmittag bei 1,1475, zwischenzeitlich waren es gar wieder leicht mehr als 1,15. Das Duo USD/CHF bewegte sich derweil per Saldo kaum, nach 0,9728 am Freitagabend waren es zuletzt 0,9722.

Die am Morgen veröffentlichten Zahlen zur Entwicklung der Franken-Sichtguthaben der SNB zeigen ausserdem, dass die Nationalbank - entgegen gewissen Spekulationen - zuletzt am Devisenmarkt kaum gross interveniert hat. Sie sanken nämlich im Vergleich zur Vorwoche um 0,5 Mrd CHF. Der hohe Anstieg der Devisenreserven um über 20 Mrd CHF ist derweil zu einem guten Teil auf die Währungsveränderungen bzw. vor allem auf den zum Franken deutlich stärkeren Euro zurückzuführen.

DEUTSCHE INDUSTRIEPRODUKTION OHNE GROSSE AUSWIRKUNGEN

Am Freitag war der Euro nach robusten Arbeitsmarktdaten aus den USA in Richtung 1,17 Dollar gefallen. Zum Start der neuen Woche hielten sich die Impulse dagegen in engen Grenzen. Schwache Produktionsdaten aus der deutschen Industrie sorgten am Devisenmarkt nicht für sichtbare Bewegung. Analysten relativierten die schwachen Daten für Juni mit einer insgesamt guten Entwicklung im zweiten Quartal.

Im Nachmittagshandel werden aus den USA keine marktbewegenden Daten erwartet. Erst am späten Abend stehen Zahlen zu den Verbraucherkrediten im Juni auf dem Programm. Sie führen aber so gut wie nie zu grösseren Kursbewegungen. Zuvor äussern sich zwei ranghohe Vertreter der US-Notenbank Fed.

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(AWP)