Devisen: Euro steigt zu Dollar und Franken - EUR/CHF knapp unter 1,08

Der Euro hat sich am Mittwoch gegenüber dem US-Dollar auf einem erhöhtem Niveau behauptet. Die Gemeinschaftswährung notiert am frühen Nachmittag auf 1,1195 Dollar. In der Spitze stieg der Euro auf 1,1228 Dollar und erreichte damit den höchsten Stand seit Mitte März.
03.06.2020 14:05

Noch stärker ist der Euro zum Schweizer Franken gestiegen. Vorübergehen ist die Gemeinschaftswährung über die Marke von 1,08 Franken geklettert. Am frühen Nachmittag liegt der Kurs bei 1,0790. Der Dollar geht derweil etwas höher für 0,9639 Franken um.

Die anhaltende Zuversicht an den Finanzmärkten dämpft die Nachfrage nach den in Krisenzeiten häufig gefragten Weltleitwährungen Dollar (und Franken) und stützt im Gegenzug den Euro. Die Gemeinschaftswährung hat zuletzt bereits häufig von der Risikobereitschaft der Anleger profitiert.

An diesem Mittwoch blicken die Anleger unter anderem auf jüngste Konjunkturdaten aus der Eurozone. So hellte sich die extrem schlechte Stimmung in der Wirtschaft der Region im Mai etwas stärker auf als erwartet. Zudem hoffen die Anleger darauf, dass die EZB das in der Covid-19-Krise neu aufgelegte Anleihekaufprogramm (PEPP) an diesem Donnerstag ausweitet. Bisher hat PEPP schon ein Volumen von 750 Milliarden Euro. Derweil ringt die Grosse Koalition in Berlin weiter um das geplante Corona-Konjunkturpaket, das auch den Märkten neue Impulse geben könnte.

Die Kursverluste des Dollar werden aber nicht nur auf die freundliche Stimmung an den Finanzmärkten zurückgeführt. "Der Konflikt zwischen den USA und China sowie die anhaltenden Proteste in vielen Städten der USA fordern ihren Tribut", erklären die Analysten der Landesbank Hessen-Thüringen.

Mark Haefele, Chef-Anlagestratege der UBS-Sparte Global Wealth Management, hält derweil auf längere Sicht weitere Kursgewinne des Euro für möglich: "In einem Szenario, in dem das Corona-Virus nicht erneut deutlich auftritt und Fortschritte bei Behandlungen und Impfstoffen erzielt werden, erwarten wir, dass sich die Schwäche des Dollar fortsetzt."

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(AWP)

 
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