Devisen: Euro steigt zum Dollar weiter - zum Franken stabil

Der Euro hat am Donnerstag seine deutlichen Gewinne vom Vortag ausgebaut und ist im Vormittagsverlauf weiter gestiegen. Die Gemeinschaftswährung kostet gegen Mittag 1,1845 USD und damit mehr als am Vorabend und früheren Donnerstagmorgen.
23.11.2017 13:37

Auch das Währungspaar EUR/CHF behauptet sich gut und bewegt sich weiterhin über 1,16. Aktuell notiert der Euro bei 1,1611 nach 1,1602 CHF am Mittwochabend. Der amerikanische Dollar stand dagegen weiter unter Druck. Gegenüber dem Schweizer Franken sank er auf 0,9802 nach 0,9814 CHF.

Am Markt werden mehrere Gründe für den starken Euro und den fallenden Dollar genannt. Zum einen waren am Vortag US-Wirtschaftsdaten eher schwach ausgefallen. Aus der Eurozone kamen hingegen starke Konjunkturdaten, die für Euro-Auftrieb sorgten.

Im Euroraum war die Stimmung in den Unternehmen im November deutlich besser als erwartet. Der Einkaufsmangerindex für die Gesamtwirtschaft erhöhte sich um 1,5 Punkte auf 57,5 Zähler und erreichte den höchsten Stand seit rund sechseinhalb Jahren. Sowohl in Deutschland als auch in Frankreich verbesserten sich die Indikatoren von hohem Niveau aus, in Frankreich aber besonders stark.

Ausserdem wurde auf das am Mittwochabend veröffentlichte Protokoll zur jüngsten Zinssitzung der US-Notenbank Fed verwiesen. Dies wird zwar als klarer Hinweis für eine weitere Zinsanhebung im Dezember gedeutet. Allerdings zeigten sich mehrere Notenbanker besorgt über die vergleichsweise schwache Inflation in den USA. Dies spricht für einen vorsichtigen Straffungskurs der Fed.

Im Nachmittagshandel dürften zumindest die Impulse aus den USA sehr gering ausfallen. Dort herrscht wegen des Nationalfeiertags Thanksgiving Ruhe.

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(AWP)