Devisen: Euro steigt zum Dollar, zum Franken schwächer - Fed-Nachfolge im Fokus

Der Kurs des Euro ist gegenüber dem US-Dollar am Donnerstag im Vergleich zum Vortag gestiegen. Die Aussicht, dass Notenbanker Jerome Powell Nachfolger von Janet Yellen an der Spitze der Fed werden soll, habe den US-Dollar belastet und dem Euro im Gegenzug zwischenzeitlich Auftrieb verliehen, hiess es von Marktbeobachtern.
02.11.2017 09:56

Zeitweise stieg der Euro in der vergangenen Nacht um etwa einen halben Cent bis auf 1,1672 Dollar. Am Morgen fiel der Kurs aber wieder ein Stück weit zurück, die Gemeinschaftswährung wurde zuletzt bei 1,1639 USD gehandelt.

Gegenüber dem Schweizer Franken schwächte sich der Euro seit Mittwochabend ab. Aktuell notiert der Euro bei 1,1634 nach 1,1649 am früheren Morgen und nach 1,1658 CHF am Vorabend. Das Währugspaar USD/CHF tritt derweil praktisch auf der Stelle auf dem Niveau von 0,9994.

Am Devisenmarkt steht der Handel ganz im Zeichen der Geldpolitik in den USA. Allgemein wird damit gerechnet, dass US-Präsident Donald Trump Notenbank-Direktor Powell im Tagesverlauf zum Nachfolger von Fed-Chefin Yellen nominieren wird. Powell wurde nach einem Bericht des "Wall Street Journal" bereits vom Präsidialamt darüber informiert. Die Amtszeit der aktuellen Fed-Vorsitzenden Janet Yellen endet im Februar 2018.

Zuletzt war neben Powell auch der renommierte Ökonom John Taylor als möglicher neuer Fed-Chef gehandelt worden, der als Verfechter einer eher strafferen Geldpolitik gilt. Von Powell wird dagegen erwartet, dass er den Kurs Yellens mit leichten Zinserhöhungen und einem Abbau der seit der Finanzkrise aufgeblähten Notenbankbilanz fortsetzen wird. Da die Personalentscheidung des US-Präsidenten wohl auf den Kandidaten Powell hinausläuft, sorgt das am Devisenmarkt für Druck auf den Dollar.

Am Vorabend hatte die US-Notenbank Fed den Leitzins unverändert in einer Spanne von 1,00 bis 1,25 Prozent belassen. Analysten hatten damit gerechnet. Ausserdem lieferte die Notenbank in der schriftlichen Stellungnahme zur Zinsentscheidung keine konkreten Hinweise auf eine Zinserhöhung bei der nächsten Sitzung im Dezember.

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(AWP)