Devisen: Euro trotz schwacher US-Daten unter 1,12 USD - Weiter unter 1,09 CHF

NEW YORK (awp international) - Schwache Konjunkturdaten aus den USA haben den Eurokurs am Freitag deutlich bewegt. Nachdem sowohl gesunkene Einzelhandelsumsätze als auch stagnierende Erzeugerpreise hinter den Expertenprognosen zurückgeblieben waren, kletterte die Gemeinschaftswährung zeitweise über 1,12 US-Dollar.
12.08.2016 21:07

Auf diesem Niveau konnte sie sich aber nicht dauerhaft behaupten, obwohl der später veröffentlichte Konsumklima-Indikator der Universität von Michigan ebenfalls enttäuschte. Im New Yorker Handel kostete der Euro mit zuletzt 1,1163 Dollar noch etwas weniger als im späten europäischen Nachmittagsgeschäft. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1158 (Donnerstag: 1,1153) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8962 (0,8966) Euro.

Durchwachsene Daten aus dem Euroraum hatten derweil keinen erkennbaren Einfluss auf den Eurokurs. Die Industrieproduktion in der Eurozone war im Juni etwas stärker als erwartet gestiegen. Dagegen berichtete das Statistikamt Eurostat für das zweite Quartal eine spürbare Abschwächung des Wirtschaftswachstums gegenüber dem ersten Quartal. Damit bestätigten die Statistiker vorläufige Daten.

Zum Schweizer Franken bleibt der Euro weiterhin unter dem Niveau von 1,09 CHF und notiert am späten Freitagabend wenig verändert bei 1,0885 CHF (Nachmittag 1,0883). Auch die US-Währung bewegt sich im New Yorker Handel nur noch wenig und notiert mit 0,9751 CHF etwas fester als am Nachmittag (0,9737).

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(AWP)