Devisen: Euro trotz solider EU-Daten etwas schwächer -zum Franken kaum verändert

Der Euro hat am Donnerstag nicht von soliden Konjunkturdaten aus dem Währungsraum profitieren können. Gegen Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1219 USD und damit etwas weniger als im Tageshoch. Händler begründeten die Verluste mit dem auf breiter Front festeren Dollar.
01.06.2017 13:42

Gegenüber dem Schweizer Franken veränderte sich der Euro im Vormittagsverlauf nur unwesentlich. Aktuell notiert er bei 1,0882 nach 1,0887 CHF am Morgen. Der US-Dollar wird aktuell zu 0,9699 (0,9693) CHF gehandelt. Die hierzulande jüngst vorgelegten Zahlen zum Bruttoinlandprodukt (BIP) zeigten im ersten Quartal ein nur moderates Wachstum von 0,3%. Vor allem der Privatkonsum legte um lediglich 0,1% zu und lag damit unter dem langjährigen Mittel.

Solide Wirtschaftsdaten aus dem Euroraum konnten den Euro bestenfalls stützen. Die Industriestimmung im Euroraum stieg nach Zahlen des Forschungsunternehmens Markit auf ein neues Sechsjahreshoch. Zudem überzeugten Wachstumszahlen aus Italien und Finnland. Während die italienische Wirtschaft im ersten Quartal stärker wuchs als bisher vermutet, legte die finnische Wirtschaft mit 1,2% zum Vorquartal aussergewöhnlich stark zu. Zudem wurde das Vorquartalsergebnis deutlich nach oben korrigiert.

Im Nachmittagshandel rücken amerikanische Daten in den Vordergrund. Zum einen veröffentlicht der Dienstleister ADP seinen monatlichen Jobbericht für den Privatsektor. Angesichts des am Freitag anstehenden Arbeitsmarktberichts der Regierung werden die Zahlen stark beachtet. Daneben gibt das Institut ISM seinen Einkaufsmanagerindex für die Industrie bekannt. Der Indikator gilt als recht verlässliche Schätzgrösse für das aktuelle Wirtschaftswachstum.

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(AWP)