Devisen: Euro über 1,10 US-Dollar - Wenig bewegt zum Franken

FRANKFURT (awp international) - Der Euro hat zum US-Dollar am Dienstag zugelegt und ist erstmals seit knapp zwei Wochen über 1,10 US-Dollar gestiegen. Am Mittag kostet die Gemeinschaftswährung 1,1017 Dollar.
01.11.2016 13:06

Zum Franken bewegt er sich weiterhin eher seitwärts und notiert aktuell bei 1,0837 CHF knapp unter dem Kurs vom Morgen. Seit Anfang August ist das EUR/CHF-Währungspaar in einer Spanne zwischen 1,08 nach unten und bis zu 1,097 nach oben gefangen. Mit Blick auf die anstehende US-Wahl hatten Experten zuletzt immer wieder angemerkt, dass es zu einer erhöhten Volatilität an den Märkten kommen könnte. Die Sorge vor einem neuen US-Präsidenten Donald Trump könnte zudem den Franken als potenziell sicherer Hafen wieder verstärkt in den Fokus der Investoren rücken. Der US-Dollar gibt bis Dienstagmittag gegenüber dem Franken auf 0,9836 nach.

Im weiteren Tagesverlauf wird in den USA an diesem Dienstag noch eine wichtige Wirtschaftszahl veröffentlicht, die für Bewegung am Devisenmarkt sorgen könnte: Der Einkaufsmanagerindex des Instituts ISM wird Auskunft geben über die derzeitige Lage in der US-Industrie. Dies dürfte auch Auswirkungen auf den kurzfristigen Kurs der amerikanischen Notenbank haben. Von ihr wird in naher Zukunft eine zweite Zinsanhebung seit der Finanzkrise erwartet, nicht jedoch nach der Zinssitzung an diesem Mittwoch.

Deutliche Bewegung gab es beim australischen Dollar. Die Währung legte auf breiter Front zu. Die Notenbank Australiens hatte ihren Leitzins in der Nacht auf Dienstag nicht geändert. Damit hatte zwar eine Mehrzahl an Beobachtern gerechnet. Einige Marktteilnehmer waren jedoch von einer abermaligen Senkung oder von Hinweisen auf eine künftige Reduzierung ausgegangen. Weil beides ausblieb, erhielt die Landeswährung Rückenwind und legte im Verhältnis zum US-Dollar um fast ein Prozent zu.

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(AWP)