Devisen: Euro unbeeindruckt von Italiens Bankenrettung - stabil zu USD und CHF

Der Euro hat auf die am Wochenende beschlossene Bankenrettung in Italien nicht nennenswert reagiert. Am Montagmorgen zeigt sich die Gemeinschaftswährung zum US-Dollar mit 1,1187 USD wenig verändert seit dem Freitagabend. Auch zum Schweizer Franken notiert der Euro mit 1,0854 CHF praktisch unverändert. Entsprechend zeigt sich auch der Dollar mit 0,9702 CHF stabil zum Franken.
26.06.2017 08:27

Italiens Regierung gab am Sonntag bekannt, Milliardenbeträge für den Teil-Verkauf der beiden kleineren regionalen Banken Banca Popolare di Vicenza und Banca Veneto an das zweitgrösste italienische Bankhaus Intesa Sanpaolo bereitzustellen. Die EU gab noch am Abend grünes Licht. Zuvor hatte die EZB mitgeteilt, dass die beiden relativ kleinen Banken aufgrund fauler Kredite keine Zukunftschancen hätten und abgewickelt werden sollen.

Am Devisenmarkt gab es auf diese Nachrichten kaum Reaktionen. Italien gilt vielen Anlegern derzeit als grösster Wackelkandidat im Euroraum - noch vor Griechenland. Neben den Problemen im Bankensektor stehen dabei aber vor allem politische Risiken im Vordergrund.

Aussagen eines der führenden US-Notenbanker gaben dem Euro zum Wochenbeginn ebenfalls keine klaren Impulse. John Williams, Präsident der Notenbank von San Franciso, sagte am Montag in Sydney, dass aus seiner Sicht der neue normale Leitzins unter drei Prozent liegen werde. Der Weg sei daher nicht mehr allzu weit. Zurzeit liegt der Fed-Leitzins in der Spanne zwischen 1,00% und 1,25%.

Im weiteren Tagesverlauf richten sich die Blicke der Anleger vor allem auf den Indikator des Ifo-Instituts zum Geschäftsklima in Deutschland. Ausserdem stehen am Nachmittag Zahlen zu den Auftragseingängen in den USA auf dem Kalender.

tos/fbr/jl

(AWP)