Devisen: Euro und Dollar geben zum Franken leicht nach

Der Euro hat sich am Donnerstag gegenüber dem US-Dollar wenig verändert. Im Mittagshandel kostete die Gemeinschaftswährung 1,0871 US-Dollar. Er lag damit ungefähr auf dem Niveau vom Vorabend. Gegen den Franken gab der Euro derweil etwas nach und kostete noch 1,0952 nach 1,0964. Der US-Dollar sank sogar auf 1,0074 nach 1,0090 am Vorabend.
11.05.2017 13:05

In einer Rede am "Private Banking Day" der Privatbankenbranche in Zürich betonte SNB-Präsident Thomas Jordan einmal mehr die Notwendigkeit von anhaltenden Negativzinsen und die Bereitschaft der SNB zu Devisenmarktinterventionen. Der Franken bleibe nach Einschätzung der Nationalbank weiterhin deutlich überbewertet.

Insgesamt hielten sich die Kursausschläge in Grenzen. Die EU-Kommission hat ihre Prognosen für die Eurozone im Jahr 2017 etwas angehoben und erwartet jetzt ein Wachstum von 1,7 Prozent. Das Wachstum gewinne an Fahrt und die Arbeitslosigkeit gehe weiter zurück. Die grosse Unsicherheit scheine langsam zu schwinden.

Das britische Pfund geriet jedoch merklich unter Druck. Die britische Industrieproduktion ist im März den dritten Monat in Folge gefallen. Der Rückgang von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat war zudem stärker als erwartet. Das Pfund fiel nach den Daten bis auf ein Tagestief von 1,1864 Euro, nachdem es zuvor noch über 1,19 Dollar notiert hatte. Auch zum Dollar gab das Pfund nach. Zuletzt erholte sich das Pfund ein wenig.

Auch der neuseeländische Dollar verlor am Donnerstagmorgen deutlich an Wert. Auslöser waren Äusserungen der nationalen Notenbank, die auf absehbare Zeit unveränderte Leitzinsen erwarten lassen. Zuvor hatte es Spekulationen gegeben, die Notenbank könnte ihren Leitzins in nicht allzu ferner Zukunft anheben. Zuletzt verlor der Neuseeland-Dollar zur US-Währung 1,4 Prozent an Wert.

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(AWP)