Devisen: Euro und Franken geben zum Dollar nach - Pfund unter Druck

Der Euro und der Schweizer Franken haben am Montag zum US-Dollar etwas nachgegeben. Am frühen Nachmittag kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,0655 nach 1,0679 USD am Morgen. Damit konnte der Euro zwischenzeitliche Gewinn zum Ende letzter Woche nicht halten. Der Dollar zum Franken stieg im gleichen Zeitraum auf 1,0032 von 1,0008 CHF, während der Euro zum Franken kaum verändert auf 1,0691 CHF notiert.
03.04.2017 13:28

Marktbeobachter sprachen von einem weitgehend ruhigen Handel zwischen Euro und Dollar. Robuste Konjunkturdaten aus der Eurozone konnten den Euro nicht nachhaltig beflügeln. Die Industriestimmung, gemessen am Markit-Einkaufsmanagerindex, stieg im März auf den höchsten Stand seit knapp sechs Jahren. Markit-Chefökonom Chris Williamson sprach von einer "Glückssträhne" für die Industrie.

Unter Druck stand derweil das britische Pfund. Dort enttäuschte der Einkaufsmanagerindex aus der Industrie. Er ging das dritte Mal in Folge zurück. Die Fachleute von Capital Economics werteten es als Bestätigung, dass die britische Wirtschaft im ersten Quartal schwächer gewachsen sein dürfte. Demgegenüber legten die Einkaufsmanagerindizes für Schweden und Norwegen weiter zu und stützten die Landeswährungen.

Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) erwartet für den Euro zum Franken auf mittlere Frist einen leicht unter Druck stehenden Kursverlauf. Dies, nachdem im vergangenen November die Unterstützung bei 1,08 CHF unterschritten wurde. Unterstützung machen die ZKB-Experten bei 1,057 CHF aus. Umgekehrt gelte, dass ein Anstieg über 1,08 CHF den mittelfristigen Ausblick etwas aufhelle.

Für den Dollar zum Franken rechnet die ZKB mittelfristig mit einer leichten Aufwärtstendenz, solange der Dollar oberhalb von 0,97 CHF bleibe. Seit dem Fall unter Parität habe eine Erholungsbewegung eingesetzt und der Dollar im Zuge dessen die Linie des gleitenden Durchschnitts über 200 Tag wieder überschritten.

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(AWP)