Devisen: Euro und Franken im US-Handel etwas unter Druck

Der Eurokurs hat am Dienstag einen Grossteil seiner Tagesgewinne wieder eingebüsst. Allerdings hielt er sich klar über der Marke von 1,05 Dollar. Im US-Handel kostete die Gemeinschaftswährung zuletzt 1,0557 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,0567 (Montag: 1,0516) Dollar festgesetzt.
10.01.2017 21:29

Auch der Franken verlor gegenüber dem Dollar auf 1,0167 von 1,0137 CHF am Vorabend, entsprechend blieb der Franken zum Euro mit 1,0733 CHF mehr oder weniger unverändert.

Es gab nur wenige Impulse für den Devisenmarkt. In der Eurozone wurden lediglich Daten zur französischen Industrieproduktion veröffentlicht. Sie hatte im November mit 2,2 Prozent deutlich stärker zugelegt als erwartet. Bereits an den Tagen zuvor waren überwiegend robuste Konjunkturdaten aus der Eurozone veröffentlicht worden.

"Insgesamt ist festzustellen: die Stimmung in Bezug auf den Konjunktur - und Inflationsausblick hat sich deutlich aufgehellt", kommentierte Thu Lan Nguyen, Devisenexpertin von der Commerzbank. Daher habe sich der Euro trotz der Versprechen vom zukünftigen US-Präsident Donald Trump zuletzt auch vergleichsweise wacker geschlagen. Der Dollar werde zudem durch die Nervosität der Anleger vor der am Mittwoch anstehenden Pressekonferenz von Trump belastet. "Noch ist die Unsicherheit über Trumps genaue Wirtschaftspläne schliesslich gross", so Nguyen.

Turbulent ging es dagegen auch weiterhin bei der türkischen Lira zu. Die Währung setzte ihre Talfahrt fort, verlor rund 2 Prozent an Wert und erreichte ein erneutes Rekordtief bei 3,7967 Lira je US-Dollar. Seit geraumer Zeit ist die Lira vor allem wegen Terroranschlägen und der politischen Unsicherheit unter Druck. Die Anleger ziehen daher ihr Geld aus der Türkei ab.

/la/he

(AWP)