Devisen: Euro und Franken legen zum Dollar zu

Der Euro hat am Montag zum Dollar deutlich zugelegt. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Nachmittag mit 1,0979 US-Dollar gehandelt. Im frühen Handel hatte der Euro zeitweise noch bei 1,0923 USD notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0972 (Freitag: 1,0876) USD fest.
15.05.2017 17:13

Auch der Schweizer Franken gewann zur US-amerikanischen Währung an Wert. Aktuell kostet ein Dollar 0,9968 CHF nach über dem Paritätslevel liegenden Kursen im frühen Geschäft. Der Euro geht derweil zu 1,0944 CHF um. So viel hatte er in etwa auch am Morgen gekostet.

Zum Dollar stiegen der Euro und Franken im Tagesverlauf gleichmässig an. "Einen klaren Grund, warum der Euro so deutlich zugelegt hat, sehe ich nicht", sagte Stephan Rieke, Devisenexperte bei der BHF-Bank. "Generell ist das Umfeld für den Euro jedoch günstiger geworden." Nach der Wahl von Emmanuel Macron zum französischen Präsidenten seien die politischen Risiken für den Euro geringer geworden. Zudem gehe der Markt davon aus, dass die EZB bald ihren Ausstieg aus der sehr lockeren Geldpolitik verbal vorbereiten wird.

Dieses günstigere Umfeld sorge für steigende Kapitalzuflüsse in die Eurozone, sagte Rieke. So haben zuletzt die Konjunkturdaten aus dem Währungsraum eher positiv überrascht - während US-Daten eher enttäuschten. Daten vom Montag zufolge ist der Frühindikator für die Region New York im Mai in den negativen Bereich gedreht und signalisiert jetzt eine Abschwächung der wirtschaftlichen Aktivität.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84928 (0,84588) britische Pfund, 124,45 (123,82) japanische Yen und 1,0944 (1,0963) Schweizer Franken fest.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1'233,30 (1'231,25) USD gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 36'240,00 (36'342,00) EUR.

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(AWP)