Devisen: Euro und Pfund bleiben zu Dollar und Franken unter Druck

FRANKFURT (awp international) - Nach dem Brexit-Schock stehen der Euro und das britische Pfund an den Finanzmärkten weiter unter Druck. Am Montagmorgen kostet die europäische Gemeinschaftswährung 1,1028 US-Dollar und damit rund einen halben Cent weniger als am späten Freitagabend. Das britische Pfund notiert bei 1,34 Dollar und damit nicht weit entfernt von seinem am Freitag erreichten 31-jährigen Tiefstand.
27.06.2016 08:27

Zum Franken steht der Euro am Montagmorgen bei 1,0759 CHF und damit niedriger als am Freitagabend. Ein Pfund kostet zeitgleich 1,3082 CHF nach 1,3289 CHF im späten Handel am Freitag. Damit notiert das Pfund zum Franken weiterhin auf dem Niveau vom Januar 2015. Ein US-Dollar geht am Montagmorgen zu 0,9755 CHF um 0,9727 zum Wochenschluss.

Wie bereits am Freitag stand auch am Montag der US-Dollar hoch in der Gunst der Anleger. Von den weltweit bedeutendsten Währungen konnte nur der japanische Yen zur Weltreservewährung Dollar zulegen. Ausschlaggebend dafür ist der Status des Yen als sicherer Anlagehafen, der in Zeiten mit höher Ungewissheit angelaufen wird.

Weiter unter Druck standen am Montag auch zahlreiche Währungen von Schwellenländern, insbesondere aus Osteuropa. Das hat damit zu tun, dass viele Anleger in unwägbaren Zeiten Kapital aus aufstrebenden Ländern abziehen und es in Währungsräume transferieren, die sie als sicherer ansehen. Hierzu zählen in erster Linie die USA und Japan.

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(AWP)