Devisen: Euro und Pfund erholen sich

FRANKFURT (awp international) - Der Euro und das britische Pfund haben am Mittwoch an ihre moderate Erholung vom Brexit-Schock angeknüpft. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete am Mittag 1,1076 US-Dollar, nachdem sie am Morgen kurz über die Marke von 1,11 Dollar gestiegen war. Das Pfund legte von 1,33 Dollar am Morgen auf 1,34 Dollar zu.
29.06.2016 13:57

Zum Franken stabilisierte sich der Euro am Mittwoch klar oberhalb von 1,08 CHF. Am Mittag kostet ein Euro 1,0859 nach 1,0848 am Morgen. Den nächsten Widerstand sehen die Devisentechniker der ZKB bei 1,0910 CHF. Ein Durchbrechen dieser Marke bringe dann wieder Kurse von 1,10 in den Fokus. Der US-Dollar wird derweil wenig verändert mit 0,9809 CHF gehandelt und das Pfund stieg auf 1,3173 von 1,3044 CHF am Morgen.

Am Markt wurde die Erholung von Euro und Pfund mit der besseren Börsenstimmung begründet. Von ihrem Einbruch nach dem Brexit-Votum am vergangenen Freitag haben sich die Finanzmärkte zumindest ein Stück weit erholt. Das lässt die Nachfrage nach sicheren Währungshäfen wie den US-Dollar, aber auch den japanischen Yen etwas abebben. Deutlich zulegen konnte dagegen der australische und der neuseeländische Dollar. Auch der südafrikanische Rand, der durch das britische EU-Votum deutlich belastet wurde, stieg an.

Hauptthema an den Finanzmärkten bleibt das beabsichtigte Ausscheiden Grossbritanniens aus der Europäischen Union (Brexit). In Brüssel tagen die EU-Staats- und Regierungschefs ohne Grossbritanniens Premier David Cameron. Sie wollen über die Zukunft der Europäischen Union beraten.

Daneben dürften Anleger auch ein Auge auf neue Konjunkturdaten werfen. Erwartet werden Inflationszahlen aus Deutschland. In den USA stehen Daten zum privaten Verbrauch und zur Preisentwicklung an. Angesichts der fragilen politischen Lage in und um Grossbritannien hätten die Anleger Datenveröffentlichungen jedoch weniger stark auf ihrem Radar, heisst es in einem Kommentar der Unicredit.

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(AWP)