Devisen: Euro unter Druck - Nähert sich 1,17 US-Dollar, knapp über 1,13 Franken

Der Euro steht am Donnerstag wieder etwas unter Druck. Bei einem Stand von zuletzt 1,1726 Dollar nähert er sich langsam der Marke von 1,17 an. In der Nacht hatte der Euro noch rund einen halben Cent mehr gekostet.
10.08.2017 13:18

Zum Franken präsentiert sich der Euro mit 1,1323 CHF zwar wenig verändert zum Vortag, aber weiterhin deutlich unter dem Niveau der Tage und Wochen davor. Das Säbelrasseln zwischen den USA und Nordkorea hatte Investoren seit Mittwoch wieder verstärkt in sichere Häfen wie den Schweizer Franken getrieben. Der US-Dollar zeigt sich hingegen zum Franken mit 0,9658 CHF kaum verändert.

Derweil profitiert der Dollar gegenüber anderen Währungen durchaus von den gestiegenen weltpolitischen Spannungen. Nordkoreas Militärführung hat demonstrativ unbeeindruckt auf jüngste Drohungen von US-Präsident Donald Trump reagiert und ihn für seine martialischen Äusserungen verspottet. Trump hatte Nordkorea zuletzt wie noch kein anderer Präsident zuvor gedroht. Seit dem vergangenen Freitag legt der Dollar in der Tendenz zu. Auslöser war neben dem Koreakonflikt auch die robuste Arbeitsmarktentwicklung in den USA.

Im weiteren Handelsverlauf richtet sich das Interesse der Anleger auf Aussagen des US-Notenbankers William Dudley, die am Nachmittag erwartet werden. Dudley ist der Präsident der regionalen Notenbank von New York und gilt im geldpolitischen Ausschuss der Fed als einflussreich.

Die Kriegsrhetorik belaste erneut den südkoreanischen Won. Seit Mittwochmorgen hat der Won zum Dollar fast zwei Prozent an Wert verloren.

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(AWP)