Devisen: Euro unterbricht Klettertour - Knapp unter 1,15 CHF

Der Euro hat am Donnerstag seine Klettertour der vergangenen Handelstage vorerst nicht fortgesetzt. Am Mittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1838 US-Dollar gehandelt und damit leicht unter dem Niveau vom frühen Handel. Am Vorabend war der Kurs erstmals seit Januar 2015 kurzzeitig über 1,19 US-Dollar bis auf 1,1910 Dollar geklettert. Auch zum Franken entspannnte sich die Lage leicht - zuletzt fiel der Euro wieder unter die Marke von 1,15 CHF zurück und wurde auf 1,1483 gehandelt. Der Dollar stand kaum verändert bei 0,9701 nach 0,9700 CHF.
03.08.2017 13:09

Die "beste" Erklärung, die Devisenexperten der Deutschen Bank für die Rally bei EUR/CHF haben, ist, dass Anleger wohl ihre Positionen in sicheren Häfen aufgelöst hätten aufgrund des sich bessernden struktuellen Ausblicks für die Eurozone. Die SNB habe wohl nicht verstärkt eingegriffen - das hätten die quasi unveränderten Sichtguthaben gezeigt. Kurzfristig könne sich die Euro-Aufwertung durchaus fortsetzen, mittelfristig seien Prognosen allerdings schwierig.

Derweil gaben durchwachsene Konjunkturdaten aus dem Euroraum der Gemeinschaftswährung keine klaren Impulse. Die Einzelhändler konnten ihre Umsätze im Juni überraschend weiter steigern. Die Unternehmensstimmung hat sich im Juli jedoch zum zweiten Mal in Folge und etwas deutlicher als zunächst geschätzt eingetrübt. Der entsprechende Indikator des Institut IHS Markit liegt aber weiter klar über der Wachstumsgrenze von 50 Punkten und in der Nähe seines sechsjährigen Höchststandes.

Am Nachmittag werden noch Daten aus den USA zur Stimmung im Dienstleistungssektor, zu den Auftragseingängen in der Industrie und zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht.

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(AWP)