Devisen: Euro verkraftet Pfund-Absturz - Behauptet sich zu Dollar und Franken

FRANKFURT (awp international) - Der Euro hat am Mittwoch zum US-Dollar etwas zugelegt. Am Mittag kostet die Gemeinschaftswährung 1,0923 USD und damit etwas mehr als am Vortag. Der Dollar zeigt sich von hohem Niveau aus auf breiter Front wieder etwas geschwächt und gibt dem Euro dadurch Auftrieb.
26.10.2016 13:40

Zum Franken zeigt sich der Euro bei einem Stand von aktuell 1,0828 CHF dagegen nur wenig bewegt. Wie die Experten der ZKB in einem technischen Kommentar hervorheben, bekäme das EUR/CHF-Paar erst wieder Auftrieb, wenn es den Widerstand bei 1,0860/65 überwindet. Die leichte Schwäche des US-Dollar zeigt sich auch beim USD/CHF-Paar, das mit 0,9913 CHF wieder etwas zurückgekommen ist. Laut ZKB hat das Paar damit bei 0,9915 eine wichtige Marke unterschritten. Bis auf 0,9860 könne es darunter abwärts gehen.

Den Euro hatte am Dienstag ein kurzzeitiger Absturz des britischen Pfundes mit nach unten gerissen und die Gemeinschaftswährung auf den tiefsten Stand seit März bei 1,0851 USD gedrückt. Im Anschluss glich der Euro die Verluste aber schnell wieder aus. Das Pfund hatte am Vortag binnen kurzer Zeit auf breiter Front deutlich nachgegeben und im Verhältnis zum US-Dollar über ein Prozent an Wert verloren.

Hinreichende Gründe für einen derart heftigen Absturz beim Pfund sind nicht erkennbar. Experten verweisen auf die erhöhte Sensibilität an den Finanzmärkten. Der anstehende Brexit, der wirtschaftspolitische Kurs der britischen Regierung und die hohe Abhängigkeit Grossbritanniens von Importen machten die Anleger nervös.

Deutliche Bewegung am Devisenmarkt gibt es am Mittwoch beim australischen Dollar. Die Währung legte zeitweise um 0,8% zu, nachdem unerwartet hohe Inflationszahlen veröffentlicht worden waren. Spekulationen auf sinkende Leitzinsen hätten dadurch einen "ordentlichen Dämpfer" erhalten, schreibt Thu Lan Nguyen, Expertin bei der Commerzbank.

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(AWP)