Devisen: Euro verliert zu Dollar und Franken

Der Euro hat am Donnerstag bis am frühen Abend zum US-Dollar wie auch zum Schweizer Franken nachgegeben. Zum Dollar notiert die Gemeinschaftswährung auf 1,0866 nach 1,0899 USD am Mittag und damit wieder deutlich unter der Marke von 1,09 USD. Zum Schweizer Franken fällt der Euro auf 1,0814 von 1,0822 CHF am Mittag. Der Dollar steigt zum Franken derweil auf 0,9952 von 0,9931 CHF am Mittag.
27.04.2017 17:27

Am Nachmittag sorgten Aussagen des EZB-Präsidenten Mario Draghi für eine Berg- und Talfahrt des Euro. Zuletzt gab der Kurs wieder nach. Draghi hatte sich nach der Zinssitzung der Notenbank zuversichtlicher für das Wirtschaftswachstum in der Eurozone gezeigt. Trotz der positiven Konjunkturaussichten erwartet der Währungshüter aber weiterhin keinen deutlichen Anstieg der Inflation. "Weniger pessimistisch - so könnte man mit zwei Worten die heutige EZB-Entscheidung und anschliessende Pressekonferenz zusammenfassen", kommentierte der Chefvolkswirt der Landesbank Baden-Württemberg, Uwe Burkert.

Wie erwartet hatte die EZB ihre Geldpolitik unverändert gelassen und den Leitzins weiter auf dem Rekordtief von null Prozent belassen. Eine Reihe von Konjunkturdaten aus der Eurozone konnten den Euro im Handelsverlauf nicht nennenswert bewegen. Im gemeinsamen Währungsraum war die Wirtschaftsstimmung im April auf den höchsten Stand seit fast zehn Jahren gestiegen. In Deutschland war die Inflation im April wieder auf 2,0% geklettert.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84420 (0,84903) GBP und 121,27 (121,35) JPY fest.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1'262,80 (1'267,80) USD gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 37'528,00 (37'418,00) EUR.

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(AWP)