Devisen: Euro verliert zu Dollar und Franken - Neuseelands Währung legt zu

FRANKFURT (awp international) - Der Euro hat am Donnerstag zum US-Dollar einen Teil seiner Gewinne vom Vortag wieder abgegeben. Am Nachmittag notiert die Gemeinschaftswährung auf 1,1148 nach 1,1163 USD am Morgen. Zum Schweizer Franken verlor der Euro auf 1,0861 nach 1,0882 CHF am Morgen. Der Dollar zum Franken geht derweil für 0,9741 nach 0,9748 CHF um.
11.08.2016 14:17

In einem an Konjunkturdaten armen Umfeld wurde der Euro von Seiten des Dollar belastet. Die amerikanische Währung legte im Trend zu, woraufhin der Euro unter Druck geriet. Im Nachmittagshandel richten sich die Blicke auf neue US-Wirtschaftsdaten. Veröffentlicht werden wöchentliche Zahlen vom Arbeitsmarkt, die die kurzfristige Entwicklung widerspiegeln. Zudem stehen Preisdaten vom Aussenhandel an.

Deutlich nach oben ging es unterdessen für den neuseeländischen Dollar. Zum amerikanischen Dollar stieg der "Kiwi" zuletzt um 0,7% und damit am stärksten unter den grösseren Währungen. Eine am Markt erwartete Zinssenkung der neuseeländischen Notenbank brachte nicht den gewünschten Effekt einer Abwertung, obwohl die Zentralbank zusätzliche Lockerungen in Aussicht stellte. Analysten argumentierten, dass einige Marktteilnehmer auf eine noch stärkere Zinssenkung als die vorgenommene um 0,25 Punkte spekuliert hätten.

Mit Blick auf das Währungspaar EUR/CHF ging die Zürcher Kantonalbank (ZKB) am Morgen für den Donnerstag von einer Seitwärtstendenz aus. Sie verwies aber auch auf Stimmen, die angesichts der unsicher politischen Situation im Euroraum mit einer Abschwächung des Euros bis auf 1,05 CHF rechnen. Die ZKB-Experten halten eine solche Entwicklung aber für unwahrscheinlich, da damit zu rechnen sei, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) mit ihren Interventionen einem zu starken Franken entgegenwirken werde, wie sie es zuletz im grossen Stil nach dem Brexit-Entscheid getan habe.

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(AWP)