Devisen: Euro verliert zum Dollar - zum Franken stärker

Der Euro hat am Dienstag zwischenzeitliche Gewinne gegenüber dem US-Dollar nicht ganz halten können. Nachdem die Gemeinschaftswährung bis auf 1,1775 Dollar gestiegen war, fiel sie zurück und kostete zuletzt 1,1762 Dollar. Damit lag sie aber höher als am früheren Morgen. Für zwischenzeitliche Belastung habe EZB-Chefvolkswirt Peter Praet gesorgt, der Äusserungen von EZB-Präsident Mario Draghi vom Vortag zurechtrückte, wie es hiess.
25.09.2018 11:20

Gegenüber dem Schweizer Franken legte der Euro derweil weiter zu und wird aktuell zu 1,1363 gehandelt nach 1,1351 am frühen Dienstagmorgen. Der Dollar notiert praktisch unverändert auf 0,9660 Franken.

Am Montag hatten Äusserungen von EZB-Präsident Mario Draghi, die auf eine weniger lockere Geldpolitik hindeuten, den Euro zeitweise deutlich steigen lassen. EZB-Chefvolkswirt Praet kommentierte am Dienstag, die Märkte hätten richtig gelegen, dass die erste Kursreaktion auf Draghis Worte nicht angehalten habe. Die Äusserungen Draghis seien im Grunde nichts Neues gewesen, so Praet.

Am Montag hatte Draghi die Erwartung eines relativ kräftigen Anstiegs der unterliegenden Inflation geäussert. Dies hatte an den Märkten zu steigenden Zinserwartungen geführt, was den Euro beflügelte. Bisher sagt die EZB zu, ihre Leitzinsen über den Sommer 2019 hinaus nicht anzutasten.

Am Dienstag stehen nur wenige Konjunkturdaten an, die am Devisenmarkt für Bewegung sorgen könnten. Am ehesten könnten noch Zahlen vom amerikanischen Immobilienmarkt und zur Stimmung der US-Verbraucher Impulse geben. Die Daten werden am Nachmittag veröffentlicht.

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(AWP)