Devisen: Euro wegen Katalonien-Spekulationen und EZB fester

Der Kurs des Euro ist am Mittwoch mit der Spekulation auf eine Entspannung in der Katalonien-Krise weiter gestiegen. Zuletzt kostete ein Euro in New York 1,1810 US-Dollar, womit er an die Kursgewinne vom Vortag anknüpfte. In der Spitze wurden sogar 1,1818 US-Dollar für die Gemeinschaftswährung bezahlt, nachdem sie wenige Stunden zuvor noch unterhalb von 1,1760 Dollar gehandelt worden war.
25.10.2017 21:51

Zum Franken stieg der der Euro am Nachmittag zeitweise über die Marke von 1,17 CHF und damit so hoch wie seit der Aufhebung des Mindestkurses im Januar 2015 nicht mehr. Aktuell notiert er mit 1,1686 CHF nach 1,1677 zuvor. Die Aussicht, dass die EZB die geldpolitischen Zügel wieder etwas stärker anziehen und den Ausstieg aus dem Kaufprogramm für Anleihen einleiten könnte, belastete den Franken. Der US-Dollar bewegte sich am Abend kaum zum Franken und liegt nun bei 0,9895 nach 0,9891 CHF zuvor.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1785 (Dienstag: 1,1761) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8485 (0,8503) Euro.

Marktbeobachter erklärten den Anstieg mit Meldungen aus Spanien, die möglicherweise auf eine Entspannung im Katalonien-Konflikt hindeuten könnten. Der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont hat eine geplante Erklärung im spanischen Senat zu den Unabhängigkeitsbestrebungen seiner Region kurzfristig abgesagt.

Zuvor hatte sich die Gemeinschaftswährung vor der mit Spannung erwarteten Sitzung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag lange Zeit wenig bewegt - trotz überraschend starker Konjunkturdaten aus Deutschland. Im Oktober hatte das Ifo-Institut einen Rekordwert bei der Stimmung in den deutschen Unternehmen gemeldet. "Die deutsche Wirtschaft steht unter Volldampf", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest.

/tih/stk/yr

(AWP)