Devisen: Euro weiter bei 1,11 US-Dollar - EUR/CHF unverändert zum Freitag

Der Euro hat am Montag weiter in der Nähe der Marke von 1,11 US-Dollar notiert. Am Vormittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1105 Dollar und damit etwas mehr als im asiatischen Handel. Der Schweizer Franken tendierte bei 1,0864 Franken und war damit nahezu unverändert gegenüber dem Frühhandel. Ein US-Dollar kostete mit 0,9783 Franken etwas weniger.
19.08.2019 10:51

Die Schweizerische Nationalbank SNB ist nach Ansicht von Händlern weiter aktiv am Devisenmarkt. In der vergangenen Woche (Mittwoch bis Mittwoch) stiegen die Sichtguthaben bei der SNB um vergleichsweise hohe 3,8 Milliarden Franken auf 589,3 Milliarden Franken. Dies gilt als Anzeichen dafür, dass die SNB am Devisenmarkt zulasten des Franken interveniert hat. Dabei kauft sie Fremdwährungen und schreibt den Banken den entsprechenden Franken-Betrag auf deren SNB-Konten gut.

Der Euro hat sich im Zuge von Spekulatonen auf ein baldige kräftige Lockerung der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank (EZB) abgeschwächt. Die SNB scheint, um dem nun schon seit gut drei Monaten andauernden Aufwärtstrend des Franken Einhalt zu gebieten, seit einiger Zeit wieder aktiv am Markt zu sein. Schon in den Vorwochen waren die Sichtguthaben kräftig gestiegen, nachdem es zuvor über längere Zeit keine grösseren Veränderungen mehr gegeben hatte.

Zum Wochenstart stehen ansonsten wenige Konjunkturdaten auf dem Programm, die an den Märkten für Bewegung sorgen könnten. In der Eurozone werden zwar Inflationsdaten veröffentlicht. Allerdings handelt es sich nur um eine zweite Schätzung.

Die chinesische Notenbank reformiert ihre Zinspolitik. Wie sie am Wochenende mitteilte, sollen Banken ihre Kreditvergabe künftig nach einem neuen Zinssatz ausrichten. Dieser liegt gegenwärtig deutlich tiefer als der bisher massgebliche Zins der Notenbank. Experte Hao Zhou von der Commerzbank wertete den Schritt daher als faktische Lockerung der Geldpolitik. Der chinesische Yuan wurde aber nur moderat belastet.

Im Laufe der Woche dürfte die Geldpolitik der amerikanischen Notenbank Fed eine grosse Rolle spielen. Zur Wochenmitte veröffentlicht die Fed ihr Protokoll zur jüngsten Zinssitzung, bei der die Währungshüter erstmals seit mehr als zehn Jahren die Zinsen gesenkt hatten.

Zum Ende der Woche hin beginnt in den USA die stark beachtete Notenbankkonferenz in Jackson Hole. Dort wird auch Fed-Chef Jerome Powell eine Rede halten. Angesichts trüber Konjunkturaussichten steht die Geldpolitik derzeit wieder im Mittelpunkt.

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(AWP)

 

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