Devisen: Euro weiter bei 1,14 Dollar - Franken leicht schwächer

Der Euro hat sich am Donnerstag zum US-Dollar nur leicht bewegt. Im Vormittagshandel kostete die Gemeinschaftswährung rund 1,14 US-Dollar. Am Mittwoch war sie nach schwachen Konjunkturdaten auf einen zweimonatigen Tiefstand von 1,1379 Dollar gefallen.
25.10.2018 10:38

Der Schweizer Franken hat sich am Vormittag zu den Hauptwährungen etwas schwächer gezeigt. Der Euro legt bis am späten Vormittag entsprechend leicht auf 1,1384 Fr. (Morgen 1,1367) zu. Der Dollar bewegt sich wieder etwas näher auf die Parität zu und notiert bei 0,9983 Franken (Morgen 0,9966).

Eine abermalige Stimmungseintrübung in der deutschen Wirtschaft konnte den Euro am Vormittag nicht belasten. Das Münchner Ifo-Institut gab einen Rückgang seines Geschäftsklimas bekannt. Es war der zweite in Folge. Zudem fiel er etwas stärker aus, als Analysten erwartet hatten. In den betrachteten Wirtschaftsbereichen hellte sich die Stimmung lediglich im Baugewerbe auf.

Der weitere Tagesverlauf steht im Zeichen der Geldpolitik. Am Nachmittag wird die EZB die Ergebnisse ihrer jüngsten Zinssitzung verkünden. Experten erwarten keine wesentlichen Änderungen am geldpolitischen Kurs. Allerdings könnte sich EZB-Präsident Mario Draghi während der Pressekonferenz mit Fragen zum Haushaltsstreit zwischen der EU und Italien sowie anderen Problemfeldern konfrontiert sehen.

Ausserdem gibt die türkische Notenbank das Ergebnis ihrer Zinssitzung bekannt. An den Märkten wird mehrheitlich kein weiterer Zinsschritt erwartet. Zuletzt hatte die Notenbank die Schwäche der Landeswährung Lira mit einer starken Zinsanhebung auf 24 Prozent bekämpft. Seither haben sich die politischen Beziehungen zu westlichen Ländern wie den USA wieder etwas verbessert. Auch die allgemeine Skepsis gegenüber Schwellenländern ist geringer geworden. Beides hat der Notenbank etwas Luft verschafft.

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(AWP)