Devisen: Euro weiter bei 1,20 USD und 1,14 CHF

Der Euro hat zu Wochenbeginn leicht nachgegeben. Am Montagvormittag kostete die Gemeinschaftswährung im Tief 1,1993 US-Dollar und damit etwas weniger als im asiatischen Handel. Zuletzt wurde die Marke von 1,20 Dollar wieder leicht übertroffen. Zum Franken wird der Euro knapp über 1,14 gehandelt.
11.09.2017 10:02

Aktuell steht der Euro bei 1,1404 CHF und damit etwas höher als am Freitagabend. Der US-Dollar kostet derweil 0,9491 CHF nach 0,9447 am Freitagabend.

Leicht belastet wurde der Euro zum Wochenstart durch Äusserungen von EZB-Direktor Benoit Coeure. Der Franzose wies in einem öffentlichen Auftritt auf die Gefahr hin, dass ein höherer Wechselkurs die Finanzbedingungen verschärfen könne, falls die Gründe für die Aufwertung ausserhalb des Währungsraums zu finden seien. Zudem wiederholte Coeure eine Bemerkung von EZB-Präsident Mario Draghi von vergangener Woche, wonach die jüngsten Kursschwankungen des Euro eine "Quelle der Unsicherheit" seien, die beobachtet werden müssten.

Hintergrund der Äusserungen Draghis und Coeures ist die relative Stärke des Euro. Die Gemeinschaftswährung hat seit Jahresbeginn deutlich aufgewertet, insbesondere zum US-Dollar. Über teurere Exporte und günstigere Importe könnte dies die konjunkturelle Erholung im Euroraum gefährden sowie die Inflation noch weiter unter das Preisziel der EZB von knapp zwei Prozent fallen lassen. Die schwache Inflation ist der Hauptgrund für die extrem lockere Geldpolitik der EZB.

Der US-Dollar konnte gegenüber vielen wichtigen Währungen unterdessen etwas zulegen. Besonders der Schweizer Franken und der japanische Yen, die unter Anlegern in ungewissen Zeiten als "sichere Häfen" beliebt sind, gaben gegenüber der US-Währung nach. Händler nannten als Grund den Umstand, dass Nordkorea entgegen einigen Befürchtungen an diesem Wochenende keinen weiteren Raketentest durchgeführt habe.

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(AWP)