Devisen: Euro weiterhin über 1,14 USD - Leicht schwächer zum Franken

Der Euro bewegt sich am Freitagnachmittag weiterhin oberhalb der Marke von 1,14 USD. Zuletzt wurde die europäische Gemeinschaftswährung zu 1,1411 USD nach 1,1402 um die Mittagszeit gehandelt. Auf Tagessicht legte er allerdings eine Pause von seinem Höhenflug ein. Am Donnerstag hatte der Euro mit 1,1445 USD den höchsten Stand seit gut 13 Monaten erreicht.
30.06.2017 16:55

Händler führten die leichten Kursverluste des Euro vor allem auf den etwas festeren Dollar zurück. Nachdem die US-Währung in den vergangenen Tagen erheblich unter Druck gestanden hatte, war am Freitag unter Marktteilnehmern von einer Gegenbewegung die Rede. Auslöser der Euro-Stärke und der Dollar-Schwäche waren Bemerkungen von EZB-Präsident Mario Draghi vom Dienstag, die als Hinweis auf eine weniger lockere Geldpolitik verstanden wurden.

Inflationsdaten aus der Eurozone fielen vor dem Wochenende etwas höher aus als erwartet. Unter Experten fand die sogenannte Kerninflation besondere Beachtung, weil sie recht deutlich anstieg. Eine schwache Kernteuerung ohne Energie und Lebensmittel war von EZB-Chef Draghi seit längerem als ein wichtiger Grund für die anhaltend lockere Geldpolitik genannt worden. Legt die Kerninflation nachhaltig zu, dürfte dies die Neigung der EZB erhöhen, ihre extrem lockere Geldpolitik etwas zurückzunehmen.

Der Euro schwächte sich gegenüber dem Schweizer Franken in den letzten Stunden etwas ab auf zuletzt 1,0926 CHF nach 1,0933 um die Mittagszeit. Auch der Dollar gab zum Franken leicht nach auf 0,9575 CHF von 0,9589.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1242,25 (1243,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 35 066,00 (35 075,00) Euro.

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(AWP)