Devisen: Euro wenig bewegt - Dollar zum Franken zurück auf Parität

Der Euro hat am Montag zum US-Dollar etwas an Wert eingebüsst. Im Vormittagshandel wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1373 US-Dollar gehandelt und damit etwas tiefer als noch am Freitagabend. Zeitweise konnte der Euro am Morgen noch leicht über 1,14 Dollar steigen.
29.10.2018 10:38

Der Dollar hat auch zum Schweizer Franken an Boden gut gemacht und dabei ist er, wie schon in der vergangenen Woche, über das Paritätsniveau geklettert. Aktuell kostet ein Dollar 1,0005 Franken, der Euro geht derweil mit 1,1379 Franken kaum verändert um.

Die Drohung der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) vom Freitagabend, die Kreditbewertung Italiens zu senken, führte zu keinen grösseren Kursbewegungen. Während eine Woche zuvor die Ratingagentur Moody's die Bewertung für Italien um eine Stufe gesenkt hatte, liess S&P das Rating unverändert. Allerdings wurde der Ausblick für die Kreditbewertung von "stabil" auf "negativ" gesenkt, was eine Herabstufung in den kommenden Monaten möglich macht. Die Haushaltspolitik der italienischen Regierung hatte zuletzt für grosse Verunsicherung an den Finanzmärkten gesorgt.

Auch der Ausgang der Landtagswahl in Hessen, dem für den weiteren Bestand der Regierungskoalition in Berlin eine hohe Bedeutung beigemessen worden war, hat keine nennenswerten Folgen am Devisenmarkt. Im Bundesland Hessen kann die Regierungskoalition aus CDU und Grünen nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis mit einer Mehrheit weiterregieren. "Die Hessen-Wahl hatte dabei keinen Einfluss auf den Kurs, zumal sich bislang keine unmittelbaren Implikationen für den Fortbestand der GroKo in Berlin gezeigt haben", sagte Experte Manuel Andersch von der BayernLB.

Im weiteren Handelsverlauf stehen ausserdem kaum wichtige Konjunkturdaten auf dem Programm, an denen sich die Anleger orientieren könnten. Erst am Nachmittag dürften Wirtschaftsdaten aus den USA wieder für mehr Bewegung am Devisenmarkt sorgen. Auf dem Programm stehen Kennzahlen zu den privaten Ausgaben der US-Bürger, die Rückschlüsse auf das Konsumverhalten zulassen.

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(AWP)