Devisen: Euro wenig verändert zu Dollar und Franken

Der Euro hat zum Wochenauftakt bis am Mittag leicht zugelegt zum US-Dollar wie auch zum Schweizer Franken. Eine klare Richtung ist allerdings nicht zu erkennen. Am Montagmittag kostet die europäische Gemeinschaftswährung 1,1614 Dollar und damit etwas mehr als am Freitagabend. Auch gegenüber dem Franken notiert der Euro mit 1,1261 ein wenig höher. Der Dollar/Franken-Kurs zeigt sich bei 0,9697 ebenfalls nur wenig verändert zum Ende letzter Woche.
03.09.2018 12:58

Die am Vormittag veröffentlichten Daten aus der Eurozone haben dem Markt keine klare Richtung gegeben. Die Stimmung in den Industrieunternehmen der Eurozone hat sich im August wie erwartet eingetrübt. Für Belastung sorgte laut Markit nicht die Produktion der Unternehmen, sondern vielmehr der Auftragseingang - insbesondere aus dem Ausland. Aus den USA werden aufgrund eines Feiertags keine Daten erwartet.

Die türkische Lira geriet auf breiter Front unter Druck. Die Lira-Krise hat die Inflation in der Türkei weiter in die Höhe getrieben. Im August sind die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 17,9 Prozent gestiegen. Dies ist die höchste Teuerungsrate seit September 2003 und übertrifft die Befürchtungen von Analysten. Die Ankündigung der türkischen Notenbank, dass man auf der kommenden Sitzung im September den geldpolitischen Kurs anpassen werde, stütze die Lira nicht nachhaltig.

Unter Druck geraten ist auch das britische Pfund. Der EU-Chefunterhändler für den Brexit, Michel Barnier, hatte sich dagegen ausgesprochen, das Austrittsdatum noch einmal zu verschieben. "Wir brauchen nicht mehr Zeit. Was wir brauchen, sind politische Entscheidungen", sagte der frühere französische Aussenminister und EU-Kommissar. Die Gespräche müssten bis Mitte November abgeschlossen werden. Das Pfund fiel auf 1,1094 Euro. In der Nacht hatte es noch 1,1151 Euro gekostet. jsl/bgf/mis/jl/kw

(AWP)