Devisen: Euro zeigt sich zu Dollar und Franken stabil

Der Euro präsentiert sich am Montag gegenüber US-Dollar und Franken behauptet. Am Mittag liegt die Gemeinschaftswährung bei 1,0754 US-Dollar und damit nur wenig über dem Niveau von Freitagebend. Zum Franken steht der Euro am Mittag bei 1,0725 CHF und tendiert damit ebenfalls mehr oder weniger zur Seitwärtsbewegung. Entsprechend verändert sich auch der Dollar zum Franken kaum, das Währungspapier notiert am Montagmittag bei 0,9973 CHF.
20.03.2017 13:14

Die Devisenexperten von Morgan Stanley gehen beim Franken vorerst weiterhin davon aus, dass er in der Tendenz etwas zur Sträke neigen sollte. Sie begründen dies vor allem mit der politischen Unsicherheit, die im Endspurt auf die Frankreich-Wahlen nochmals zunehmen könnten. Derweil deuten die aktuellen Angaben der SNB-Sichtguthaben auf ein weiterhin relativ hohes Mass an Intervention von Seiten der Notenbanker hin. In der vergangenen Woche stiegen die Sichtguthaben um 1,8 Mrd CHF.

Im Euroraum gab es am Morgen aus Deutschland Produzentenpreise. Diese sind im Februar gegenüber dem Vorjahresmonat mit 3,1% so stark gestiegen wie seit Dezember 2011 nicht mehr. Allerdings hatten Experten sogar einen noch etwas stärkeren Anstieg erwartet. Die Produzentenpreise geben Hinweise auf die künftige Entwicklung der Konsumentenpreise, also die allgemeine Inflationsrate. Die Bundesbank erwartet in den kommenden Monaten keine grösseren Veränderungen bei der Inflation. Die Teuerungsrate dürfte um die Marke von 2,0% schwanken, heisst es in dem am Montag veröffentlichten Monatsbericht der Notenbank. Im Februar hatte die Inflation in Deutschland bei 2,2% gelegen.

Vom Treffen der G20-Gruppe der führenden Industrie- und Schwellenländer vom Wochenende geht für die Finanzmärkte eher Verunsicherung als Erleichterung aus. Die neue US-Regierung verhinderte nach heftigem Widerstand ein klares gemeinsames Bekenntnis zu freiem Handel und gegen Marktabschottung. Die Finanzminister und Notenbankchefs verständigten sich lediglich auf einen Minimalkonsens.

Am Montag werden die Anleger den Blick auch auf ein Treffen der Finanzminister der Eurogruppe zum Thema Griechenland richten. Eine Entscheidung über eine Fortführung der Hilfszahlungen an das krisengeschüttelte Land wird aber noch nicht erwartet.

Deutliche Bewegung am Devisenmarkt gab es beim südkoreanischen Won, der am Montag um über ein Prozent zulegte und den stärksten Stand seit fünf Monaten erreichte. Der Won legt seit gut einer Woche wegen der Amtsenthebung von Präsidentin Park Geun Hye durch das Verfassungsgericht wegen Korruptionsvorwürfen kräftig zu. Neuwahlen sind für den 9. Mai angesetzt.

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(AWP)