Devisen: Euro zeigt sich zum Dollar und Franken behauptet

FRANKFURT (awp international) - Der Euro hat sich am Mittwoch moderat von seinen deutlichen Verlusten vom Dienstag erholt. Gegen Mittag kostet die Gemeinschaftswährung 1,1228 US-Dollar und damit etwas mehr als im asiatischen Handel. Am Markt wurde der schwächere Dollar als Grund genannt, der wegen einer besseren Marktstimmung weniger als sicherer Hafen nachgefragt wurde.
15.06.2016 13:21

Zum Franken kann sich der Euro bei einem Stand von 1,0825 CHF oberhalb der Marke von 1,08 halten, nachdem er im asiatischen Handel noch kurzzeitig darunter notiert hatte. Bei der ZKB heisst es in einem technischen Kommentar, der Druck nach unten habe zugenommen und weitere Kursverluste beim EUR/CHF-Währungspaar seien durchaus denkbar. Ein Dollar geht aktuell zu 0,9641 CHF um. Hier dominiert nach Ansicht der ZKB-Experten derzeit die Seitwärtsbewegung.

Das Hauptereignis an diesem Mittwoch findet am Abend statt, wenn die amerikanische Notenbank Fed ihre Zinsentscheidung bekanntgibt. Eine Fortsetzung der Ende 2015 eingeleiteten Zinswende wird nicht erwartet. Gründe sind eine Abkühlung am US-Arbeitsmarkt und die zuletzt gestiegene Wahrscheinlichkeit eines Ausscheidens Grossbritanniens aus der Europäischen Union. Eine Woche vor dem wichtigen EU-Referendum auf der Insel dürfte die Fed eine Zinsanhebung kaum wagen, lautet die Markteinschätzung.

Vor dem Fed-Entscheid werden zudem einige wichtige Konjunkturdaten veröffentlicht. Im Fokus stehen Stimmungs- und Produktionsdaten aus der US-Industrie. Sie geben einen Hinweis darauf, ob das Verarbeitende Gewerbe seine Schwächephase hinter sich lassen könnte.

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(AWP)