Devisen: Euro zieht zum Dollar an, stabil zum Franken - Rohöl-Währungen fest

FRANKFURT (awp international) - Der Euro hat am Montag zum US-Dollar zugelegt. Die Gemeinschaftswährung kostet am Mittag 1,0601 US-Dollar und damit knapp einen halben Cent mehr als am Freitag.
12.12.2016 13:22

Zum Franken notiert der Euro zeitgleich am Montagmittag bei 1,0758 CHF und damit ebenfalls etwas höher als am Morgen. Zum Wochenauftakt hat sich das EUR/CHF-Paar bislang in einer Spanne von 1,0729 bis 1,0779 bewegt. Der US-Dollar kostet aktuell 1,0150 CHF und damit etwas weniger als noch am Morgen.

Der Dollar entwickelt sich zum Wochenstart bislang zu den meisten wichtigen Währungen schwach und gibt dem Euro im Gegenzug Auftrieb. Dies geht mit stark gestiegenen Ölpreisen einher. Traditionell gebe es ein umgekehrtes Verhältnis zwischen dem Ölpreis und dem Dollar, schreiben Experten der Bank JPMorgan. Steigende Ölpreise lasten demnach auf dem Dollar. Allerdings habe diese grundsätzliche Wechselbeziehung in den vergangenen Wochen nicht mehr gegolten.

Auslöser des Preisanstiegs beim Öl war die Zusicherung zahlreicher Förderländer ausserhalb der Opec, es dem Ölkartell gleichzutun und ebenfalls die Produktion zu kürzen. Die Vereinbarung der weit über 20 Länder ist die erste Kooperation zwischen der Opec und anderen Förderstaaten seit dem Jahr 2001. Vor diesem Hintergrund legten insbesondere Währungen von Ländern zu, die stark in der Rohölförderung engagiert sind. Der russische Rubel gewann mehr als zwei Prozent zum Dollar. Auch die norwegische Krone und der kanadische Dollar bekamen Auftrieb.

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(AWP)