Devisen: Euro zu Dollar im Aufwind - über 1,09 CHF

Der Euro hat am Dienstag nach guten Konjunkturdaten aus Frankreich zugelegt. Zusätzlichen Auftrieb gegenüber dem US-Dollar gaben dem Euro enttäuschende US-Wirtschaftszahlen. Am Nachmittag stieg die Gemeinschaftswährung zweitweise über 1,12 USD und erreichte ein Tageshoch bei 1,1205 USD. Am frühen Abend notiert der Euro auf 1,1183 nach 1,1151 USD am frühen Nachmittag.
30.05.2017 17:04

Zum Schweizer Franken kletterte der Euro wieder über die Marke von 1,09 CHF und kostet am frühen Abend mit 1,0903 CHF etwas mehr als noch am frühen Nachmittag. Der Dollar-Franken-Kurs sank derweil auf 0,9750 von 0,9773 CHF am frühen Nachmittag.

Für den ersten Auftrieb beim Eurokurs sorgten positive Signale aus Frankreich. Das französische Bruttoinlandsprodukt hatte sich im ersten Quartal mit einem Zuwachs um 0,4% etwas stärker entwickelt als bisher gedacht. Ausserdem hatte sich die Stimmung der französischen Verbraucher im Mai aufgehellt und war laut der Statistikbehörde Insee auf das beste Niveau seit fast zehn Jahren gestiegen.

Am Nachmittag gaben enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA dem Euro weiteren Auftrieb gegenüber dem Dollar. Im Mai war die Konsumlaune der US-Bürger überraschend schwach ausgefallen. Vor diesem Hintergrund konnte ein kräftiger Rückgang der Inflation in Deutschland die Gemeinschaftswährung nicht belasten. In der grössten Volkswirtschaft der Eurozone war die Teuerung im Mai auf 1,5% gesunken, nach einer Inflation von 2,0% im April. Eine schwächere Inflation nimmt ein Stück weit den Druck von der EZB, die Geldschleusen wieder zu schliessen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86793 (0,87093) GBP und 123,97 (124,57) JPY fest.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1'262,70 (zuletzt Freitag: 1'256,95) USD gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 36'433,00 (Montag: 36'577,00) EUR.

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(AWP)