Devisen: Euro zu Dollar stabil - zum Franken leicht im Plus

Der Euro hat am Montag in einem ruhigem Umfeld zum US-Dollar die Verluste im frühen Handel bis am frühen Nachmittag wieder wettgemacht und kostet mit 1,1767 USD wieder etwa so viel wie am Freitagabend. Gegenüber dem Franken liegt der Euro mit 1,1375 nach 1,1350 CHF am Freitagabend leicht im Plus.
21.08.2017 13:45

Konjunkturdaten, die den Euro hätten gross bewegen können, standen am Vormittag nicht an. Auch nachmittags werden keine marktrelevanten Wirtschaftszahlen erwartet. Die Entlassung von Chefstratege Stephen Bannon aus dem Weissen Haus hatte ebenso wenig Einfluss auf die Devisenkurse wie das an diesem Montag beginnende gemeinsame Militärmanöver der USA und Südkoreas. Das Manöver findet unter angespannten politischen Beziehungen zwischen Nordkorea und den USA statt.

Im Wochenverlauf richtet sich die Aufmerksamkeit am Markt zunehmend auf die stets stark beachtete Notenbankkonferenz im amerikanischen Jackson Hole. Top-Redner sind die Chefin der amerikanischen Notenbank Fed, Janet Yellen, und EZB-Präsident Mario Draghi. Fachleute erhoffen sich Hinweise auf den weiteren geldpolitischen Kurs der beiden wichtigen Zentralbanken. Die Konferenz findet vom 24. bis 26. August statt.

Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) sieht den Euro zum Schweizer Franken kurzfristig leicht tiefer, auf mittlere Frist aber leicht höher. Nachdem der Kurs in der vergangen Woche geringfügig tiefer tendierte, zuvor aber ein langjähriges Verlaufshoch erreicht worden war, geht die ZKB aus charttechnischer Perspektive auf Sicht von ein bis zwei Monaten von einer Fortsetzung des Aufwärtstrends in Richtung 1,15 CHF aus, kurzfristig aber von weiteren Abgaben in Richtung 1,12 CHF.

Den Dollar zum Franken sieht die ZKB auf mittlere Frist dagegen leicht tiefer. In den vergangen Handelstagen habe sich der Kurs allerdings etwas stabilisiert, weswegen sie kurzfristig von einem neutralen Verlauf ausgingen, so die ZKB-Experten. Auf Sicht von ein bis zwei Monaten rechnen sie aber dann mit erneuten Abgaben in Richtung 0,95 CHF.

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(AWP)