Devisen: Euro zu Dollar und Franken leicht tiefer - Schwellenländer unter Druck

Der Euro hat sich am Donnerstag weiter um die Marke von 1,17 US-Dollar herum bewegt. Gegen Mittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1692 Dollar gehandelt und damit leicht tiefer als am Vorabend.
30.08.2018 13:33

Gegenüber dem Franken verlor der Euro ebenfalls. Am Mittag kostete er noch 1,1347, nach 1,1354 Franken am Morgen. In der Zwischenzeit hatte der Sturz der türkischen Währung Lira sowie enttäuschende Konjunkturdaten im Euroraum den Franken deutlich aufwerten lassen, wobei sich die Situation bis am Mittag wieder etwas beruhigte.

Aber auch gegenüber dem Dollar kam der als sicherer Hafen geltende Franken unter Aufwertungsdruck. Gegen Mittag wurde der Dollar zu 0,9705 gehandelt und damit nur leicht tiefer als am Vorabend.

Am Nachmittag könnten noch Inflationsdaten aus Deutschland für neue Impulse sorgen. Die Zahlen sind nicht zuletzt für den geldpolitischen Kurs der EZB wichtig und werden am Devisenmarkt stark beachtet.

Das britische Pfund konnte die kräftigen Kursgewinne vom Vortag halten. Am Vorabend hatten Aussagen des für den Brexit zuständigen EU-Chefunterhändlers Michel Barnier den Wert der britischen Währung kräftig steigen lassen. Demnach sei die EU bereit, eine Partnerschaft für die künftigen Handelsbeziehungen mit Grossbritannien vorzuschlagen, "die es noch nicht mit einem anderen Land gegeben hat".

Hausgemachte Probleme und die jüngste Stärke des US-Dollar setzen Währungen wichtiger Schwellenländer immer stärker unter Druck. Am Donnerstag hat sich die Talfahrt zahlreicher Devisen ungebremst fortgesetzt. Die Währungen von Indien und Argentinien rutschten im Handel mit dem Dollar auf neue Rekordtiefs. Auch die türkische Lira setzte ihre Talfahrt der vergangenen Handelstage fort. Der Kurs stand zuletzt bei 6,70 Lira für einen Dollar und damit nicht weit entfernt vom Rekordtief, das Mitte August bei 7,2362 Lira erreicht worden war.

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(AWP)