Devisen: Euro zu Dollar und Franken stabil - Tschechische Krone legt zu

Der Euro zeigt sich hat am Donnerstag bis am späten Nachmittag nach zwischenzeitliche Verluste zum US-Dollar stabil. Mit 1,0663 USD nach 1,0667 USD am frühen Nachtmittag notiert die europäische Gemeinschaftswährung kaum verändert zum Dollar. Am Morgen war der Euro nach geldpolitischen Aussagen von EZB-Präsident Mario Draghi kurzzeitig bis auf 1,0629 USD abgerutscht. Starke Verluste verzeichnet der Euro derweil zur tschechischen Krone und fiel auf den tiefsten Stand seit dem Jahr 2013.
06.04.2017 17:10

Zum Schweizer Franken hat sich der Euro weiter seitlich bewegt und notiert mit 1,0701 CHF im Bereich vom frühen Nachmittag. Der Dollar zum Franken bewegt sich mit 1,0036 CHF nach ein zwischenzeitlichen Hoch am Morgen wieder auf dem Niveau vom Mittwochabend.

Trotz der zuletzt verbesserten wirtschaftlichen Aussichten will Draghi an der lockeren Geldpolitik festhalten. "Eine Neubewertung unserer derzeitigen Geldpolitik ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht angemessen", so Draghi. "Bevor wir irgendwelche Änderungen an den Bestandteilen vornehmen - Zinssätze, Anleihekäufe und Ausblick (Forward Guidance) - müssen wir ausreichend Vertrauen haben, dass sich die Inflation in der Tat über einen mittelfristigen Horizont auf unser Ziel hin bewegt."

Die Aussagen belasteten den Eurokurs nur vorübergehend. "Insgesamt ist kurzfristig von der EZB keine baldige Änderung in der Geldpolitik zu erwarten", kommentierte Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der Ing-Diba. Allerdings gebe es unter der Oberfläche einen vorsichtigen Wechsel hin zu einer weniger aggressiven geldpolitischen Ausrichtung.

Deutlich zugelegt hat die tschechische Krone zum Euro. Die tschechische Nationalbank hatte ihren seit dreieinhalb Jahren geltenden Mindestkurs von 27 Kronen pro Euro aufgegeben. Mit dem Mindestkurs sollte verhindert werden, dass die tschechischen Ausfuhren ins Ausland zu teuer werden. Zudem sollte die Inflation angekurbelt werden. Zuletzt hatte die Spekulation gegen die Notenbank zugenommen, und die Notenbank musste immer mehr Euro kaufen. Der Euro fiel nach der Entscheidung zeitweise bis auf 26,56 Kronen zurück. Dies ist der tiefste Stand seit dem Jahr 2013.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85590 (0,85510) GBP und 118,23 (118,49) JPY fest.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1'252,50 (1'245,80) USD gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 37'892,00 (37'791,00) EUR.

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(AWP)