Devisen: Euro zu US-Dollar, Franken kaum verändert - Pfund gibt nach

FRANKFURT (awp international) - Der Euro hat sich am Dienstag kaum von der Stelle bewegt. Gegen Mittag kostet die Gemeinschaftswährung 1,1086 US-Dollar und damit geringfügig mehr als am Morgen. Wie schon am Montag waren die Kursschwankungen zwischen Euro und Dollar gering, sie betrugen weniger als einen halben Cent.
09.08.2016 13:25

Das trifft auch auf das EUR/CHF-Währungspaar zu, das sich auch am Dienstag weiterhin in einer engen Spanne bewegt. Aktuell notiert der Euro bei 1,0899 CHF nach 1,0891 im frühen Handel. Bei der Commerzbank heisst es in einem aktuellen Kommentar, es deute trotz an sich zuletzt positiver Daten alles darauf hin, dass die Schweizerische Nationalbank auch weiterhin am Devisenmarkt interveniere. "Und das bedeutet: Ohne Interventionen würde der Franken stärker handeln, als er es aktuell tut", so die Expertin Esther Reichelt. Allerdings könne die SNB die Wechselkursbewegungen nicht dauerhaft umdrehen, was in ihren Augen dafür spricht, dass da Währungspaar sich vorerst weiter seitwärts bewegen werde.

Deutlich bewegt ist dagegen der Handel mit dem britischen Pfund. Mit 1,2964 US-Dollar beziehungsweise 1,1693 Euro fiel die britische Währung zu Euro und Dollar auf den jeweils tiefsten Stand seit Mitte Juli. Zum Franken hält sich das Pfund bei 1,2760 auf dem Niveau von Anfang August. Auslöser für die Schwäche sind Äusserungen des britischen Notenbankers Ian McCafferty. In einem Gastbeitrag in der britischen Tageszeitung "The Times" deutet er die Möglichkeit einer zusätzlichen geldpolitische Lockerung an, falls sich die Wirtschaft als Folge des Brexit-Votums abschwächt.

McCafferty gilt als geldpolitischer "Falke", er tritt im Zweifel also für eine straffe Geldpolitik ein. Am vergangenen Donnerstag hatte die Bank of England, deren geldpolitischem Ausschuss McCafferty angehört, ihre Geldpolitik erheblich gelockert und zusätzliche Schritte in Aussicht gestellt. Die Notenbank senkte ihren Leitzins, reaktivierte ihre Wertpapierkäufe und legte ein neues Programm zur Förderung der Kreditvergabe auf. Die Lockerung hatte das von Analysten erwartete Ausmass deutlich überstiegen.

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(AWP)