Devisen: Euro zu US-Dollar und Franken kaum verändert - Britisches Pfund legt zu

Der Kurs des Euro hat sich am Dienstag wenig verändert und ist weiter unter der Marke von 1,20 US-Dollar gelegen. Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1956 Dollar gehandelt und damit etwa zum gleichen Kurs wie am Morgen. Zum Franken verteuerte sich der Euro leicht auf 1,1464 am frühen Abend nach 1,1440 am Morgen. Der US Dollar geht derweil mit 0,9589 CHF nach 0,9572 am Morgen um.
12.09.2017 17:15

In der Eurozone standen keine wichtigen Konjunkturdaten auf dem Programm. Marktbeobachter sprachen von einem impulsarmen Handel. Zuvor hatte ein Abflauen des Wirbelsturms "Irma" in den USA den Dollar gestützt; der Euro war am Montag im Gegenzug unter die Marke von 1,20 Dollar gefallen. Noch wird am Markt nach Einschätzung des Devisenexperten Wolfgang Kiener von der BayernLB verstärkt auf einen fallenden Dollar spekuliert. Sollte der Kurs des Dollar in den kommenden Handelstagen aber nicht sinken, dürfte sich das ändern. Nach Einschätzung des Experte Kiener könnte es dann zu einer Aufwertung der amerikanischen Währung kommen.

Deutliche Kursgewinne gab es hingegen beim britischen Pfund, das zu allen wichtigen Währungen zulegen konnte. Auslöser war eine vergleichsweise starke Inflation in Grossbritannien, die im August überraschend auf 2,9 Prozent gestiegen war und damit deutlich über das Inflationsziel der britischen Notenbank von zwei Prozent. Am Markt verstärkten sich die Spekulationen auf eine Zinsanhebung durch die Bank of England, was den Kurs des britischen Pfund nach oben trieb.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,89878 (0,90775) britische Pfund und 130,93 (130,38) japanische Yen fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1'326,50 (1'334,20) Dollar gefixt.

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(AWP)